Musik
«Alles Walzer» kommt sehr gut an
Viele Zuhörende liessen sich das Stradivari-Neujahrskonzert nicht entgehen.
Bereits um 16.30 Uhr war der grösste Teil der noch weihnächtlich geschmückten Pfarrkirche St. Marzellus mit Gästen besetzt. Sie warteten gespannt auf die neueste Ausgabe der beliebten Stradivari- Neujahrskonzerte, die seit 2020 in Gersau angeboten werden. Das Stradivari-Orchester, ein Kammerorchester mit fünf Violinen, zwei Bratschen, zwei Violoncelli und einem Kontrabass, eröffnete schliesslich um 17 Uhr das Konzert mit der spannenden Ouvertüre und dem Walzer «Du und Du» aus der Operette «Die Fledermaus », op. 367, von Johann Strauss (Sohn, 1825–1899). «Die Fledermaus» ist berühmt für ihren sprühenden Witz sowie die zeitlosen Melodien. Sie wurde 1874 in Wien uraufgeführt und gilt als Höhepunkt der sogenannten goldenen Operettenära der Wiener Operette.
Beliebte Strauss-Walzer machten gute Stimmung
Mit dem Walzer «Frühlingsstimmen», op. 410, wollte Johann Strauss die Fröhlichkeit und Frische des Frühlings zum Ausdruck bringen. Der bekannte Walzer bescherte den Zuhörerinnen und Zuhörern einen runden, harmonischen und beschwingten Hörgenuss. Ursprünglich als Konzertarie für Koloratursopran und Orchester konzipiert, ist heute die reine Orchesterfassung sehr populär. Das Stradivari-Orchester überzeugte auf hohem spielerischem Niveau und mit einem ausgewogenen Gesamtklang. Weiter gings mit einem der bekanntesten Konzertwalzer von Strauss, mit «Geschichten aus dem Wienerwald », op. 325. Dieser Walzer begann zart und ruhig, danach folgten die typischen Walzerthemen. Auch war ein schönes Cellosolo zu hören, und es blieb bis zum Schluss musikalisch vielfältig.
«Künstlerleben», «Rosen aus dem Süden» und der Donauwalzer
Drei der nächsten Walzer auf dem Programm wurden nicht nur in Gersau präsentiert, sondern werden auch gerne von den Wiener Philharmonikern am Neujahrskonzert gespielt. Der Walzer «Künstlerleben», op. 316, gilt als das lyrische Pendant zum weltbekannten Donauwalzer und stellt symbolisch die Höhen und Tiefen eines Künstlerlebens dar. Er begann mit einer von der Violine innig gespielten Melodie in a-Moll und wurde bald zum beschwingten Walzer mit optimistischen Klängen. Am Schluss des Konzerts erklang der beliebte Walzer «An der schönen blauen Donau», op. 314, der als heimliche Hymne Österreichs gilt. Das Publikum verdankte das beschwingte Neujahrskonzert begeistert mit Standing Ovations und wurde mit dem «Radetzky- Marsch», op. 228, von Johann Strauss (Vater, 1804–1849) als Zugabe belohnt.
Bote der Urschweiz / Ruth Auf der Maur
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Bote der Urschweiz
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