Das Duo Hinterletscht macht schöne Musik mit komischen Texten: Severin Richiger (links, am Bass) und Stefan Waser in Aktion.
Das Duo Hinterletscht macht schöne Musik mit komischen Texten: Severin Richiger (links, am Bass) und Stefan Waser in Aktion.

Bühne

Gersauer Herbst: Blues nach komischer Musik

Am Gersauer Herbst ging es nach dem gelungenen Start auf hohem Niveau weiter. Mit dem Duo Hinterletscht konnte man unbeschwert lachen, und Elliott Marks hatte ganz schön den Blues.

Bei dem Namen konnte man nicht allzu viel erwarten: Duo Hinterletscht nennen sich Severin Richiger und StefanWaser. Doch die beiden haben es faustdick hinter den Ohren. Wenn sie leicht gehemmt loslegen mit ihren starken Stimmen, dann erlebt man Überraschungsmomente zuhauf. Mit «Liedern, die die Welt verändern» begeisterten die beiden, die Kabarett mit komischer Musik vereinen, das Publikum im Alten Rathaus. Bis zum allerletzten Winkel war der Saal besetzt, und die uneingeschränkte Aufmerksamkeit gehörte den Männern im «Trainertschööpli», ihren Stimmen, dem Bass, der Gitarre und der grandiosen Mimik.

Zweistündiger Lachmarathon

Bei den beiden Comedy-Künstlern ist vieles auf der Kippe: Die Songtexte kippen ins Gegenteil, nehmen eine überraschende Wende oder gipfeln in Wortakrobatik. Zudem bietet sich zwischen den Hinterletschten genügend Zündstoff, sodass sich die irrwitzigsten Dialoge entwickeln. Die Enge des Saals – «pumpevoll hie inne» meinte das Duo – zeigte auch auf, wie spontan das Duo Hinterletscht ist. Wer nahe am Bühnenrand sass, wurde direkt angesprochen, etwas geneckt, aber auch wieder in Ruhe gelassen. Das Publikum war hin und weg und entliess die beiden Künstler nach dem zweistündigen Lachmarathon nur ungern in die Nacht.

Elliott Marks brachte den Blues

Ein etwas anderes Publikum und wieder volles Haus: Auch gestern Abend war es eng im Alten Rathaus. Zu hören gab es Blues, wunderbar gespielt vom Sänger und Gitarristen Elliott Marks aus England mit seiner Schweizer Band. Bei der Hinfahrt habe er noch nicht den Blues gehabt, nun aber habe er ihn, sagte Marks nach den ersten paar Bluessongs. Tatsächlich sind Elliot Marks und seine eingespielte Band Vollblutblueser. Sie steckten das Publikum mit schönstem Blues an, manchmal tieftraurig und dann wieder rockig – und das alles in angenehmer Lautstärke, ein Hörgenuss.



Weitere Infos

Gersauer Herbst

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

20.11.2010

Webcode

schwyzkultur.ch/nt2M4E