Mit Schalk und Witz in Gersau: Peach Weber sorgte für einen heiteren Donnerstag in der Aula. Bild Roger Bürgler
Mit Schalk und Witz in Gersau: Peach Weber sorgte für einen heiteren Donnerstag in der Aula. Bild Roger Bürgler

Bühne

Peach Weber: «Bemühe mich, das Niveau zu halten»

Peach Weber gastierte am Donnerstag in der ausverkauften Gersauer Aula. Das Publikum bekam, was es erwartete, und amüsierte sich köstlich. Der Aargauer Komiker zeigte sich mit seinem aktuellen Programm «Mr. Gaga» in Spasslaune.

Er sei sehr ernährungsbewusst, sagte Peach Weber am Donnerstag in Gersau. «Mir ist total bewusst, dass ich mich falsch ernähre.» Zudem sei ja das Publikum dafür verantwortlich, dass er seit Monaten sein Gewicht von 120 Kilo (mehr zeigt die Waage nicht an) halten kann. «Ihr bezahlt das ja.»

Poesie und Gitarrenkunst

Mit seinem inzwischen 13. Bühnenprogramm ist der Komiker Peach Weber auf Tournee. Und viele im Gersauer Publikum waren noch längst nicht geboren, als der Aargauer vor 30 Jahren mit seinem unverkennbaren Minimalismus, pointenreichen Witzen knapp über und zwischendurch auch unter der Gürtellinie sowie dadaistischen Liedern und Gedichten das Publikum anfing zu begeistern. Mindestens noch einmal halb so lange will er auf der Bühne stehen. Am 15. Oktober 2027 wird Peach Weber mit «Fertig Lustig» seinen finalen Auftritt im Hallenstadion geben. Der Weltrekord- Vorverkauf läuft, und bereits sind 4500 Tickets über den Tisch. Vorerst ist Peach Weber aber noch in kleineren Hallen unterwegs, und die Aula platzte am Donnerstag aus fast allen Nähten. Auf Einladung der Theatergesellschaft Gersau kam «Pitsch» in die altfrye Republik.

Publikum war amüsiert

Mit im Gepäck auch einige aberwitzige Gedichte und diverse Lieder. Zu seiner bescheidenen Gitarrenkunst meinte der Komiker: «Gar nicht einfach, 30 Jahre teils allabendlich auf der Bühne Gitarre spielen und nicht besser werden. Das ist Kunst.» Eine Kunst ist es auf alle Fälle, das Publikum ohne Licht- und Showeffekte, mit einem Minimum an Bewegungen und nur mit seinen Geschichten und eben den Liedern bei der Stange zu halten. Peach Weber kann das bestens. Das Publikum amüsierte sich über das Gag-Feuerwerk köstlich, und so verzieh man ihm auch den einen oder anderen gar schlüpfrigen Witz. Eltern, die mit Kindern eher höherer Jahrgänge in die Aula kamen, haben vielleicht jetzt etwas Erklärungsnotstand. Aber verkraftet werden diesen Abend alle haben. Die meisten verliessen die Aula jedenfalls mit einem breiten Lachen im Gesicht. Das ist auch schön.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

12.11.2011

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schwyzkultur.ch/F6ieTG