Probeszene in der Aula Gersau: Fred Sommacal mit seinen Bühnenpartnerinnen Daisy Camenzind (links) und Gabi Camenzind. Bild Roger Bürgler
Probeszene in der Aula Gersau: Fred Sommacal mit seinen Bühnenpartnerinnen Daisy Camenzind (links) und Gabi Camenzind. Bild Roger Bürgler

Bühne

Vier Spieler proben intensiv

Mit der englischen Komödie «Wer hat Tante Martha gesehen? » präsentiert das Gersauer Theater unter der Regie von Karl Nemes eine Schweizer Premiere. Das Vierpersonenstück wurde noch nie in einer Mundartfassung gezeigt.

Das Gersauer Theater feiert am 26. Oktober in der Aula mit «Wer hatTante Martha gesehen?» von Simon Williams Premiere. Nur gerade vier Schauspieler sind in der englischen Komödie dabei. Entsprechend gross ist natürlich die Bühnenpräsenz des Quartetts.

Viel Situationskomik

«Ja, das ist wirklich eine besondere Herausforderung», bestätigt denn auch Regisseur Karl Nemes. «Die vier Spieler sind fast nonstop auf der Bühne und haben viel Text zu beherrschen.» Die rasante Komödie im typischen englischen Boulevardstil hat alles, was ein gepfeffertes Stück ausmacht. Situationskomik, freche Dialoge und überraschende Wendungen. Dass dies alles im richtigenTempo und mit sauberen Anschlüssen funktioniert, fordert vom Regisseur und von den vier Darstellern Kearn Baggenstos, Fred Sommacal, Gabi Camenzind und Daisy Camenzind einiges ab. Am Probeweekend war man textlich schon ziemlich fit, der Fluss kommt, und das Bühnenbild verspricht auch einige Überraschungen. Dani Näpflin, Urban Nigg und Thomy Camenzind leisten wieder einmal grossartige Arbeit, und das Ensemble hat sich gleich auf vier Bühnenräumen zu bewegen. Notabene zum Teil auch nah beim Publikum.

Langweiliger Statistiker?

Die zentrale Rolle im Stück spielt der vermeintlich eher langweilige Statistiker Leonard (Kearn Baggenstos). Dieser wurde von seiner Frau verlassen, und eine «Nachfolge» ist weit und breit nicht in Sicht. Doch Leonard hat ein Geheimnis, das weder seine quirligeTochter Conny (Gabi Camenzind) noch sein vorlauter Vater Fred (Fred Sommacal) kennen. Er schreibt leidenschaftlich gerne Liebesromane. Unter dem Pseudonym «Tante Martha» gewinnt er gar den Romanwettbewerb einer Frauenzeitschrift. Die dortige Redakteurin (Daisy Camenzind) ist entzückt und will Tante Martha gross rausbringen. Doch da gibt es eben gewisse Probleme. In der Folge verrennt sich Leonard immer mehr in seine Lügengeschichte. Aber in der Not kann er auf seine Familie zählen.

Der Vorverkauf für die sieben Vorstellungen vom 26. Oktober bis am 16. November ist bei der Gersauer Filiale der Schwyzer Kantonalbank eröffnet.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

03.10.2013

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schwyzkultur.ch/cHJ3kL