Brauchtum / Feste
Gersauer Damen trotzten dem Regen
Wenn die Gugelfuer am Freitagmorgen zur Tagwacht bläst, gibt es in Gersau kein Halten mehr. Trotz Petrus’ nasser Kapriolen liessen sich die Narren und Damenmasken die Laune nicht verderben.
Der 1. Fasnachtstag, heuer das zweite Mal an einem Freitag, lockte in Gersau die Massen in Scharen auf die Strassen und am Freitagnachmittag speziell auf den Rathausplatz, wo traditionell die Damenmasken ihr Stelldichein gaben.Doch von Anfang an: Es war Punkt 6 Uhr morgens, die Welt schlief eigentlich noch, doch in Gersau brannte bereits die Luft. Mit der Guuggenmusig Gugelfuer startete der Freitag fulminant in die schönste Jahreszeit. Wer dachte, die frühe Stunde würde die Feierlaune bremsen, wurde eines Besseren belehrt: Schon am Vormittag füllten sich die Gassen mit Leben. Die Gersauerinnen und Gersauer zeigten sich in bester Fasnachts- und Partylaune.
Der Regen war nur ein Detail am Rande
Da dachte doch Petrus tatsächlich, dass er den Gersauern mit einem Regenguss die Laune verderben könnte. Überhaupt nicht. Pünktlich um 9 Uhr setzte sich die Morgenrott beim Restaurant Schiff in Bewegung. Ein prächtiges Bild, und der Morgen gestaltete sich noch trocken. Aber eben, wäre da nicht einer gewesen, der die Spielregeln nicht verstanden hat: Petrus. Statt strahlenden Sonnenscheins schickte er Regengüsse über den Rathausplatz. Doch wer die Gersauer kennt, weiss: Ein bisschen Wasser trübt die Fasnachtsstimmung keineswegs. Die bunten Damenmasken auf dem Platz trotzten dem Wetter, und das Fasnachtsvolk bewies einmal mehr absolute Wetterfestigkeit. «Durch die Blume», «Seilbahngeschichten», «Party Nudeln», «Gersauer Rekorde» oder die «smarten Girls» zeigten auf der Bühne, was Fasnacht heisst.
Vorhang auf für die Damenmasken
Um 14.45 Uhr gehörte die Bühne auf dem Rathausplatz ganz dem Stolz der lokalen Fasnacht: den Damenmasken. «Sie sind unser Aushängeschild, das absolute Highlight», schwärmte Röllivater Joel Camenzind. Und tatsächlich: Die aufwendig kostümierten Gruppen sind das Alleinstellungsmerkmal, das die Gersauer Fasnacht so einzigartig macht. Der Gerfaz, in sein Kostüm gekleidet, liess es sich nicht nehmen, mit den Damen das Tanzbein zu schwingen. Nach dem «offiziellen Teil» verlagerte sich das Geschehen in die vier grossen Tanzlokale. Im «Adler», «Al Porto», «Tübli» und «Schwert» ging sprichwörtlich die Post ab.
Bote der Urschweiz / Erhard Gick
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Bote der Urschweiz
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