Bruno Weber stellt dieses Jahr im Kurpark Gersau aus.
Bruno Weber stellt dieses Jahr im Kurpark Gersau aus.
Seine Skulpturen sind legendär.
Seine Skulpturen sind legendär.
Der Skulpturenpark von Bruno Weber ist Phantasie pur.
Der Skulpturenpark von Bruno Weber ist Phantasie pur.

Kunst & Design

Universalkünstler kommt in Kurpark Gersau

Die diesjährige Kunstausstellung im Kurpark wird fantastisch – im wahrsten Sinne des Wortes. Der Universalkünstler Bruno Weber zügelt Skulpturen nach Gersau. Das wird ein Ereignis.

Isi Schennach konzipiert die viel beachteten Kunstausstellungen im Kurpark, die jährlich von 20 000 bis 30 000 Personen besucht werden. Bei der letztjährigen Ausstellung fragte die Kuratorin auch Bruno Weber an. Der Erbauer des Skulpturenparks in Spreitenbach gilt als Begründer des fantastischen Realismus. Isi Schennach kannte sein Werk und liebäugelte mit einem Drachen, passend zum Thema Dragonia. Das klappte nicht, doch ebnete diesesTreffen den Weg für die diesjährige Ausstellung «Zauberwelten», die komplett von der Familie Weber gestaltet wird. Bruno Weber hat im letzten Jahr zusammen mit Isi Schennach den Kurpark besichtigt und derart Gefallen gefunden, dass er bereits wusste, wo er welches Werk platziert haben will. Gemäss GersauArt-Präsident Jürg Barras hat sich auch Baden um eine Weber-Ausstellung bemüht, wurde nun aber von Gersau ausgestochen.

Zwei Mal Sturmschäden

Für die Ausstellung «Zauberwelten» wird mit einem Gesamtaufwand von 25 400 Franken gerechnet. Es werden zwischen 25 und 30 Kunstwerke nach Gersau kommen. «Die Ausstellung wird von Jahr zu Jahr professioneller und kostspieliger», sagte denn auch Jürg Barras an der GV. Die letztjährige Dragonia-Ausstellung bezeichnete er als Erfolg. Es gab glücklicherweise keinen Vandalismus, doch litt die Ausstellung zwei Mal unter Sturmschäden, die dank der Versicherung gedeckt waren. Eckpfeiler von GersauArt sind die Mitglieder. Aktuell sind das 188 Personen, von denen aber nur ein geringer Teil die GV vom Donnerstag besuchte. Die restlichen zwei Drittel der Einnahmen kommen von Sponsoren, Behörden oder dem lokalen Gewerbe. Als Jürg Barras 2003 mit dem Kulturverein startete, betrug das Eigenkapital 6000 Franken, heute sind es 16 000 Franken. Das zeugt von seinem umsichtigen Umgang mit den Finanzen. Damals erhielt GersauArt den Auftrag vom Bezirk Gersau, kulturelle Veranstaltungen durchzuführen und insbesondere die Kunstausstellung im Kurpark weiterzuführen. Das ist gelungen, mit wachsendem Erfolg.

Neue Präsidentin

Jürg Barras, der in den Jahren zuvor schon von Rücktritt gesprochen hatte, gab an der GV das Präsidium an seine Vorstandskollegin Brigitte Camenzind weiter. Neu in den Vorstand gewählt wurde Cornelia Flüeler. Als Delegierter des Bezirksrates wurde Adrian Nigg bestimmt. Highlight des kommenden Jahres wird ohne Zweifel die Bruno-Weber- Skulpturenausstellung im Kurpark, die von Mai bis Oktober dauert. Auch die Feuernacht vom 31. Juli gehört fix in den Jahreskalender. Bereits am 11. März gibt es mit GersauArt ein Theatererlebnis: TagliatElle kommen mit ihrem Programm «Für Garderobe wird nicht gehaftet» in die Aula. (sc)

Weber, der Universalkünstler

Bruno Weber ist ein Unikat, ein Universalkünstler. Er wird im April 80 Jahre alt , leidet an Parkinson und wird von seinerjüngeren Frau Mariann gepflegt. Seit 1962 erweitert er ständig seinen Skulpturenpark in Spreitenbach und Dietikon. Dort steht auch sein Haus mit einem 25 Meter hohen Turm. Der Park erstreckt sich auf einer Fläche von 20 000 m2 und ist für Besucher ein Erlebnis, weil man in eine fantastische Welt eintauchen kann. Weber hat den Park nicht immer regelkonform erweitert und eckte darum immer wieder an. Heute aber wird der Park als sein Lebenswerk anerkannt, von einem Verein und der Bruno-Weber-Stiftung unterstützt.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

15.01.2011

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schwyzkultur.ch/eHNg1L