«Pile up» sind bandXsz-Sieger: Die jungen Musiker überzeugten die Jury mit ihrem frech-rockigen Sound, ihrer Unbeschwertheit und ihrem Entwicklungspotenzial. Bilder Christian Ballat
«Pile up» sind bandXsz-Sieger: Die jungen Musiker überzeugten die Jury mit ihrem frech-rockigen Sound, ihrer Unbeschwertheit und ihrem Entwicklungspotenzial. Bilder Christian Ballat
Tolle Stimmungsmacher: Die Goldauer Band «Neckfall» liess als letzte Finalband nichts anbrennen – fürs Podest hats trotzdem nicht gereicht.
Tolle Stimmungsmacher: Die Goldauer Band «Neckfall» liess als letzte Finalband nichts anbrennen – fürs Podest hats trotzdem nicht gereicht.

Musik

BandXsz: «Pile up» ist Sieger

Kurz vor Mitternacht wurde beim bandXsz-Finale in der Aula die Spannung gelöst. Dann wurde bekannt gegeben, dass «Pile up» den Gastauftritt am Open Air Hoch-Ybrig gewonnen hat. Der zweite Platz ging ebenfalls nach Ausserschwyz: an «Splitter Switch». Die Muotathaler Band «MaRa» wurde Dritte.

Schon am frühen Samstagabend ist die Aula Gersau gut besetzt. Die Muotathaler Melodic-Rocker «Ma- Ra» eröffnen gerade das bandXsz- Finale. Sie begeistern das meist junge Publikum von Beginn weg. Wer schon etwas in die Jahre gekommen ist, gehört meist zu Familienmitgliedern einer der sechs Bands, die auf dem Programm stehen. Oder zu der Jury, die versucht, das Gebotene in ein Raster einzupassen, um schliesslich einen Sieger ermitteln zu können.

Alle wollen aufs Podest

«MaRa», zum fünften Mal beim bandX-Nachwuchswettbewerb von SchwyzKultur+ und dem Migros-Kulturprozent dabei, geben alles. Sie wollen aufs Podest. Sie haben in den letzten Monaten drei- bis viermal wöchentlich geprobt, tolle Konzerte gegeben, das Publikum begeistert – wie auch hier in Gersau. Eine grosse Gruppe betritt jetzt die Bühne. «Copy/Paste» bringt am meisten Musiker zum Finale und zeigt, dass es eine Freude ist, zusammen Musik zu machen.

Cello statt Gitarrenbass

Die Auftritte sind auf 20 Minuten beschränkt, so geht es Schlag auf Schlag. «Pile up» kommen und überraschen. Für ein Stück verzichten sie auf den Gitarrenbass, packen stattdessen ein Cello aus. Eindrücklich zeigen die Jungen, die aus einer Musikschulband entstanden, dass sie neben satten und rockigen auch fein-melancholische Töne draufhaben. Der Finalabend ist gut zwei Stunden alt, als dem Festwirtschaftsteam der Gersauer Aula das Bier ausgeht. Nachschub wird keiner beschafft. Heisser Schinken mit Kartoffelsalat heisst die schmackhafte Alternative – oder eben rock ’n’ rollende Begeisterung für die mittlerweile auf der Bühne stehenden «Splitter Switch».

Auch härtere Töne zu hören

Härtere Töne gibt es danach von «Merciless Conviction». Sie haben auch das bewegungs- und schreifreudigste Publikum mitgenommen. Für echte Punkrockfans gehört das dazu. Mit den Goldauer «Neckfall» gibt es danach zum Abschluss der Finalbands nochmals Punkrock zu hören. Das grosse Publikum verpasst allerdings diesen Auftritt – es hat sich zum Rauchen aus der rauchfreien Halle ins Freie verzogen. Dabei gibt es nach «Neckfall» so oder so eine Pause, während der sich die Jury zur Beratung zurückzieht.

«Gewinner ist das Publikum», verkündet Markus Dubs vom Migros- Kulturprozent derweil. Bei bandXsz kommen die Gäste in den Genuss guter Musik, dargeboten von jungen Künstlerinnen und Künstlern. Die Ausscheidungen, das Finale und die Unterstützung für die drei Erstplatzierten helfe den Jungen, sich weiterzuentwickeln. Instrumentenbeherrschung, Qualität der Eigenkompositionen und Arrangements sowie der Gesamteindruck würden für die Bewertung eine Rolle spielen.

Überraschung beim Publikum

Umso grösser ist die Überraschung beim Publikum, als bekannt wird, dass «Pile up» gewinnen. Ein Grossteil der Gäste hat andere Bands ganz oben gesehen. Neben den erwähnten Kriterien bewertet die Jury auch das Entwicklungspotenzial einer Band, wie sie später erklärt. Da glaube sie, bei «Pile up» die grössten Möglichkeiten zu sehen. Der gewonnene Gastauftritt am Open Air Hoch-Ybrig wirds zeigen.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

21.09.2009

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schwyzkultur.ch/idpDkH