Eine prominent besetzte Stubete: Minstrels-Geiger Mario Feurer (links) ist Stammgast am Lindenbaumfest in Gersau. Bild Roger Bürgler
Eine prominent besetzte Stubete: Minstrels-Geiger Mario Feurer (links) ist Stammgast am Lindenbaumfest in Gersau. Bild Roger Bürgler

Musik

Baum im musikalischen Glück

Vor 16 Jahren rief «Trubä»- Wirt Rainer Camenzind in Gersau das Lindenbaumfest ins Leben. Heute ist der Anlass eine der spannendsten Ad-hoc-Musikveranstaltungen der Region. Ganz wichtig dabei ist aber auch die Gemütlichkeit.

Es gibt keine stilistische Vorgabe und schon gar keinen Ablaufplan. Einzig eine Bühne, ein Essen- und Getränkebuffet sowie eine ganze Reihe Festbänke stehen jeweils am ersten Samstag des Augusts beim Gersauer Restaurant Traube im «Schermen» eines gewaltigen Lindenbaums.

Für jeden Geschmack etwas

Nach diesem Baum oberhalb des Gasthauses und direkt am Dorfbach versammeln sich jeweils Musiker aus allen geografischen und stilistischen Himmelsrichtungen. Da ist der Schwyzerörgeli-spielende Patensohn von Rees Gwerder, der Zigeuner-Jazzer mit der Gitarre im Stil eines Django Reinhardts, dann der Sänger und Geiger Mario Feurer, der 1969 den damals ersten Schweizer Pop-Welthit geschrieben und interpretiert hat («Grüeziwohl Frau Stirnimaa!»), und da ist auch eine neu formierte Ländler- Supergruppe um den hochklassischen Saxofonisten und Klarinettisten Elias Husistein und den nicht minder begabten Akkordeonisten Simon Haller. Sie alle, einige Jungtalente und auch die vielen musizierenden Stammgäste des Gastgebers sorgten am Samstag für ein musikalisches Stelldichein der etwas anderen Art.

Jodelund Tanz

So ergab es sich, dass zwischenzeitlich an einem Tisch gejodelt oder sowohl auf der Bühne wie auch im Restaurant selbst gleichzeitig Musik gemacht wurde. Der schräge Platz unter dem Lindenbaum wurde zur Tanzfläche, und den Erwartungen entsprechend endete die «Gersauer Nacht der Musik» erst spät nach der Geisterstunde. «Trubä»-Rainer, der heute seinen 65. Geburtstag feiert, wurde dann von der Ländlerkapelle Elias Husistein und Simon Haller noch mit dem persönlichen Wunsch «Klänge vom Pilatus» beglückt. Somit war auch der Gastgeber in seiner Glückseligkeit.

Bote der Urschweiz

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Bote der Urschweiz

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  • Musik

Publiziert am

09.08.2010

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