Musiklehrer und Schlagerfan Philipp Betschart als Biene Maja singt mit den Schülern alte Schlager, begleitet von seiner eigenen Band, der Schlagerband Famille Roussel. Bilder Silvia Camenzind
Musiklehrer und Schlagerfan Philipp Betschart als Biene Maja singt mit den Schülern alte Schlager, begleitet von seiner eigenen Band, der Schlagerband Famille Roussel. Bilder Silvia Camenzind
Die Kinder hatten Spass an den lustigen Liedern und gaben vollen Einsatz.
Die Kinder hatten Spass an den lustigen Liedern und gaben vollen Einsatz.

Musik

Biene Maja dirigierte 120 Schlagerkids

Es ist noch nicht einmal Halbzeit im Jubiläumsjahr der Republik. Doch fröhlicher als mit den 120 Kindern am Schlagerkonzert «SchlaGersau» kann das Jubiläum nicht mehr werden.

Die Schlager hatten die Gersauer Schüler ab der 3. Klasse bis zur Oberstufe während des ganzen Schuljahres im Musikunterricht gelernt. Die hatten sich in den Gehörgängen festgekrallt, so stark, dass sie die Kinder mit nach Hause nahmen und dort den Eltern um die Ohren hauten. Am Freitagabend durften die 120 Kinder in der Aula vor über 300 Zuhörern vom Gummiboot, von roten Lippen und von Mendocino singen. Mit «Give Peace a Chance»- Shirts, Sonnenbrillen und Blumen im Haar stimmte auch das Outfit.

Geballte Ladung Energie

Die Kinder und Jugendlichen sangen die Schlager aus voller Kehle, wippten, tanzten und hüpften mit Freude mit. Das Erstaunliche dabei: Es klang gut. Der Funke sprang aufs Publikum über, das auch schunkelte und mitzog und eigene Kindheitserinnerungen über die alten Hits austauschte. Selbst wer Schlager im Allgemeinen die Hölle findet, wurde bei dieser geballten Ladung von Enthusiasmus und Energie mit guter Laune angesteckt. Musiklehrer und Chorleiter Philipp Betschart, in seinem Biene-Maja-Kostüm schon fast selber zum Schlager geworden, dauerlächelte glücklich, wenn er nicht gerade mit Verve die Kinder durch die Lieder leitete. Es konnte nicht besser sein: Er dirigierte seine Schüler zu seinen Lieblingsliedern, begleitet von seiner eigenen Schlagerband im Schulhaus, wo er unterrichtet.

«Gigasuper, fantastisch»

Adrian Nigg ist nicht nur Lehrer an der Schule Gersau, sondern als Noch- Statthalter und baldiger Bezirksammann verantwortlich für das Programm im «Gersau Geschichte 1814 – 2014 gestalten », unter dem der Schlageranlass lief. Er war des Lobes voll: «Gigasuper, fantastisch». Seine Erwartungen seien überaus erfüllt worden. Nach dem Schülerkonzert ging es mit Gute-Laune-Musik weiter. Nur sangen nun nicht mehr die Kinder, sondern Petra Suter und Judith Bürgler, die beiden Sängerinnen der Lehrerband Famille Roussel. Schunkeln und Mitsingen war weiterhin angesagt. Nur verpuffte in der Weite der Aula die eigentliche Qualität der Roussels, dieses gemeinsame Bad im Glück mit einfachen Melodien, die bei Konzerten in kleineren Räumen jeweils voll zum Tragen kommt.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

26.05.2014

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schwyzkultur.ch/MwWjRW