Vielseitiges Programm: Unter der Leitung von Dirigent Klaus-Peter Müller präsentierte die Feldmusik in der voll besetzten Aula ein unterhaltsames Programm ausgesuchter Klassiker in einem frischen Gewand. Bilder Roger Bürgler
Vielseitiges Programm: Unter der Leitung von Dirigent Klaus-Peter Müller präsentierte die Feldmusik in der voll besetzten Aula ein unterhaltsames Programm ausgesuchter Klassiker in einem frischen Gewand. Bilder Roger Bürgler

Musik

Filmklassiker frisch vertont

Nur wenige Musikvereine der Region haben ein derart breites Altersspektrum im Ensemble wie die Feldmusik Gersau. So lässt sich auch in die Zukunft blicken. Daher wurde am unterhaltsamen und peppigen Jahreskonzert auch bekannt gegeben, dass eine Neuuniformierung geplant ist.

Für viele Gersauerinnen und Gersauer, aber auch für Auswärtige und Vertreter von Gastdelegationen ist das Jahreskonzert der Feldmusik ein fixer Termin in der Agenda. Denn der Musikanlass bietet nicht nur ein feines Programm, sondern ist immer auch sehr unterhaltsam und gesellig.

Von der Bühne zum Film

Und wie es sich gehört, eröffneten die Gersauer unter der einmal mehr bewährten Direktion von Klaus-Peter Müller ihren Reigen unter dem Motto «Alte Melodien – frische Musik» mit einem Marsch, auch wenn Franz Lehárs Weibermarsch (aus «Die lustige Witwe») bei der Zugabe einiges besser glückte. Der Startschuss zu einem frischen und populären Programm, welches wie in den letzten Jahren Renata Pagliuca Hosennen ansagte, war geglückt und das Publikum bereits in bester Stimmung. Dafür sorgte übrigens auch die Musikgesellschaft Brunnen, die für den Service zuständig war. Umgekehrt läuft es jeweils, wenn die Brunner konzertieren. Mit Paul Burkhardts «Der schwarze Hecht» inklusive des Welthits «O mein Papa» blieb man vor der Pause beimTheater, und mit «The Big Race» zum Finale konnte das Publikum akustisch in ein rasantes Pferderennen abtauchen.

Afrikanische Rhythmen

Der zweite Konzertteil gehörte mehrheitlich dem Film. Eröffnet mit John Barrys James-Bond-Klassiker «Goldfinger» über eine Huldigung an die Sternstunden von Roms Filmstadt «Cinecittà» bis zu «I wanna be like you» aus «Jungle Book» gab es feine und auch amüsante Unterhaltung. Die perkussiven Einlagen des Orchesters sowie das Bariton-Sax-Solo des Jungmusikanten Kristian Küttel forderten gleich eine Wiederholung des Stücks. Ein Höhepunkt sowohl vom Klangbild wie auch vom Arrangement her war sicherlich das Medley «Mancini Magic», das wunderbar aufzeigte, womit sich der US-amerikanische Komponist Henry Mancini unsterblich gemacht hat. «Moon River», «Peter Gun» oder «The Pink Panther» sind nur einige unvergessliche Melodien, und das Publikum konnte regelrecht in diesen Welthits schwelgen. Abgeschlossen wurde der musikalische Reigen wieder mit einem Marsch, und natürlich durften auch zwei Zugaben nicht fehlen.

Neuuniformierung steht an

Zwischen den Stücken konnte der neue Präsident der Feldmusik Gersau, Othmar Baggenstos, vier Ehrungen vornehmen. Hildy Schuler ist die erste Ehrenveteranin des Kantons Schwyz überhaupt, Kurt Nigg wurde für 35 Jahre Mitgliedschaft, Bruno Müller für 25 Jahre undAndrea Bürgler für 20 Jahre geehrt. Freudige Informationen gab es auch vom früheren Präsidenten Ueli Küttel. Die 18-jährige Uniform ist in die Jahre gekommen, und er habe die Ehre, das OK für eine Neuuniformierung zu präsidieren. Dazu wurde mit einem zum «Füllhorn» umfunktionierten Bass gleich der Startschuss gemacht. 180 000 Franken sind budgetiert, und die Feldmusik will 2016 die neue Uniform mit einem zünftigen Fest einweihen.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

22.04.2013

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