Die Nervosität steigt: Sarah Pérez ist gespannt, wie ihr selbst komponiertes Werk für Blasmusik am Sonntag an der Uraufführung klingen wird. Bild Silvia Camenzind
Die Nervosität steigt: Sarah Pérez ist gespannt, wie ihr selbst komponiertes Werk für Blasmusik am Sonntag an der Uraufführung klingen wird. Bild Silvia Camenzind

Musik

Mit 18 Jahren bereits Komponistin

Sarah Pérez hat ihre Maturaarbeit nicht geschrieben, sondern komponiert. Entstanden ist ein Werk für Blasorchester. Die Musikgesellschaft Brunnen spielt es am Sonntag erstmals öffentlich.

Sarah Pérez spielt Klavier, seit sie acht Jahre alt ist. «Sie hatte immer Freude daran und immer viel gespielt», erzählt ihr Grosi Anita Vinzens. Das ist heute nicht anders, am liebsten improvisiert sie. Logisch, dass die begabte Pianistin an der Kantonsschule in Schwyz das Schwerpunktfach Musik wählte. Ebenfalls logisch, dass ihre Maturaarbeit mit Musik zu tun haben sollte. Da die 18-Jährige bereits vor zwei Jahren zu einem eigenen Konzert geladen hatte und im Frühling wieder eins plant, suchte sie nach einer anderen Herausforderung.

Pausen erfordern die Konzentration

Sarah kam auf die Idee, eine Geschichte für Blasmusik zu vertonen. Komponiert hat die Schülerin vor allem am Klavier, zuerst die erste Stimme, dann die weiteren. Mehr als hundert Stunden brauchte sie, bis «With Courage to Love» vollendet war. «Das Schwierigste war, mich auf etwas zu fokussieren», blickt Sarah Pérez auf die intensive Zeit zurück. Der KKS-Musiklehrer Michael Schlüssel ist Sarahs Betreuer für die Maturaarbeit und gleichzeitig auch Dirigent der Musikgesellschaft Brunnen. So kommt es, dass die Musikgesellschaft eine Maturaarbeit einübt, welche von den Musikanten insbesondere der vielen Pausen wegen Konzentration erfordert. Sarahs junge Art zu schreiben, weicht nämlich von jener von professionellen Komponisten ab. Die Musikgesellschaft wird ihre 10-minütige Komposition am Sonntag, 13. November, um 17.00 Uhr im Rahmen eines besinnlichen Konzertes in der Klosterkirche Ingenbohl uraufführen. «Ich bin gespannt, wie es klingen wird», sagt Sarah, die bisher einmal die Proben verfolgte.

Traurige Geschichte mit Happy End

Die vertonte Geschichte handelt in früheren Zeiten: Ein Mädchen verliert bei einem Überfall seine Mutter, die Querflötenspielerin ist. Um zu überleben, nimmt es die Querflöte, geht auf die Strasse und musiziert. Dort lernt es einen Buben kennen. Es wird von seiner Fröhlichkeit angesteckt. Die beiden verlieben sich und werden ein Paar. Ob das Publikum die Geschichte erahnen wird? Sarah Pérez hat zwei Testpersonen «With Courage to Love» hören lassen, mit positivem Ergebnis: «Sie haben die Geschichte im Grossen und Ganzen erkannt», sagt sie. Was sie nach der Matura studieren oder machen wird, weiss Sarah Pérez noch nicht, doch sie bleibt ihrer Passion treu und meint: «Am liebsten etwas mit Musik.»

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

11.11.2011

Webcode

schwyzkultur.ch/HkAwX7