Für guten Zweck: (von links) Xiaoming Wang, Soyoung Yoon, Lech Uszynski, Antoine Tamestit und Maja Weber nach ihrem Gratiskonzert. Bild Dominique Goggin
Für guten Zweck: (von links) Xiaoming Wang, Soyoung Yoon, Lech Uszynski, Antoine Tamestit und Maja Weber nach ihrem Gratiskonzert. Bild Dominique Goggin

Musik

Stradivari: Musikstars spielten Klassiker

Beim bereits 26. Jahreskonzert der Stradivari-Stiftung Habisreutinger wurden die Gäste in der Pfarrkirche Gersau mit sensationellen Klängen beschenkt. Die fünf auftretenden Musiker spielten Werke von Robert Schumann, Johann Sebastian Bach und Wolfgang Amadeus Mozart.

Zuerst begrüsste alt Bezirksrat Peter Vinzens die Zuhörerschaft in der voll gefüllten, derzeit in Restauration stehenden Pfarrkirche St. Marzellus. Er erinnerte daran, wie winzig die Republik mit Bauern und der Seidenspinnerei einst war. 1804 hatte die Gemeinde den Bau dieses neuen Gotteshauses beschlossen, welches 1812 eingeweiht wurde.

Grandioser Auftritt

Dann kamen Xiaoming Wang sowie die in Blau gekleidete Soyoung Yoon, beide mit Violine, Lech Uszynski (Viola) und in Silber und Rosa Leiterin Maja Weber (Violoncello) vor die erwartungsvollen, teils auch vom Ausland angereisten Leute. Mit den zwischen 1715 und 1734 im italienischen Cremona erbauten Streichinstrumenten Antonio Stradivaris (1644–1737) spielten sie das Streichquartett a-Moll op. 41 Nr. 1 des Hochromantik-Meisters Robert Schumann (1810–1856). Nach Introduzione Andante espressivo – Allegro, dann Scherzo: Presto, das sehr attraktiv klingende Intermezzo sowie Adagio und Presto zum Schluss. Mit Riesenapplaus verdankte das Publikum den genialen Einsatz.

Höhepunkt Streichquintett

Dann Antoine Tamestit mit der berühmten Viola «Gustav Mahler», bereits 1672 von Stradivari geschaffen worden. Er widmete seinen Einsatz dem kürzlich verstorbenen Hermann Friedrich von der Stiftung, der noch selber mit Habisreutinger musiziert hatte.Tamestit spielte die Partita Nr. 2 von Johann Sebastian Bach (1685–1750), das Original für Solo- Violine komponiert. Auswendig erklang vom französischen Supertalent Allemande – luftig und leicht Courante – Sarabande – Gigue und sehr bewegend Ciaccona. Absoluter Höhepunkt bildete dann das Streichquintett C-Dur (KV 515) des früh verstorbenen Wiener Klassikers Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791). Sehr stimmig begannen die fünf mit Allegretto. Dann spielten sie das ruhige Andante, gefolgt von Menuetto: Allegretto-Trio. Mit dem schnellen Schlusssatz Allegro beendeten die fünf Superprofis nach insgesamt einer Stunde und 45 Minuten ihr hochstehendes Konzert. Tief bewegt beteiligten sich die Gäste an der Türkollekte zugunsten der Kirchenrestauration.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

27.07.2010

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