Eines der vier Talente: Sunita Abplanalp, welche am Gersauer Herbst auftraten. Bild
Eines der vier Talente: Sunita Abplanalp, welche am Gersauer Herbst auftraten. Bild

Musik

Vier junge Talente bewiesen Können

Vier vielversprechende Nachwuchstalente aus der Zentralschweiz stellten am «Gersauer Herbst Spezial» ihr künstlerisches Können vor.

Gestern Nachmittag präsentierten vier junge Kunstschaffende ihre Projekte im Rahmen des «Gersauer Herbst». «Das Kennzeichen dieses Festivals ist, dass man sehr nahe am Geschehen ist», begrüsste der Moderator Erwin Nigg die zahlreich erschienenen Besucher im alten Rathaus. «Genau dies macht diese Veranstaltung so unheimlich spannend.»

Corina Dreier:Gefühl ist wichtig

Zum Auftakt spielte Corina Dreier Stücke von Schuhmann, Chopin und Mendelssohn aus dem 19. Jahrhundert. Zurzeit intensiviert die 18-jährige ihr Klavierspiel in der Musikklasse an der Kantonsschule Alpenquai. Zudem erhält sie an der Musikhochschule Luzern bei Hiroko Sakagami Klavierunterricht. «Donnerstag bis Sonntag sind meine Übungstage», erklärte Corina Dreier. «Manchmal habe ich schon Erschöpfungszustände, aber die Musik ist für mich nicht nur Arbeit, sondern auch Freizeit.» Obwohl sie schon immer gewusst hat, dass sie sich der klassischen Musik widmen möchte, würde sie gerne später Jazzimprovisationen spielen. «Für mich ist es sehr wichtig, die Freiheit zu haben, eigene Gefühle in ein Werk zu legen.» Später möchte sie entweder Musik oder Medizin studieren.

ViolistinAbplanalpdabei

Als zweites Nachwuchstalent spielte die 14-jährige Violinistin Sunita Abplanalp in Begleitung der Pianistin Andrea De Moliner. Nach einem Stück von Beethoven interpretierte sie «Spanischer Tanz» von Manuel de Falla. Die ursprüngliche Aroserin war vor vier Jahren die jüngste Preisträgerin des 3. Bündner Jugendmusikwettbewerbes in Chur. Mit fünf Jahren besuchte sie die Suzukischule in Meggen. Im Sommer 2004 begann Sunita Abplanalp mit dem Unterricht bei Vedran Brkanovic. Seit zwei Jahren ist die junge Violinistin Schülerin bei Ina Dimitrova an der Musikhochschule in Luzern. «Vor fachmännischem Publikum bin ich immer sehr aufgeregt», so die Violinistin. Auch für sie ist es sehr wichtig, Gefühl, aber auch ein wenig Theater in die Musik zu bringen. Für ihre Zukunft wünscht sich die ehrgeizige junge Violinistin eine Solokarriere.

Freude am Experiment: Samuel Rohrer

Als drittes musikalisches Talent trat Samuel Rohrer mit dem Schwyzerörgeli auf die Bühne. Neben vier experimentellen Eigenkompositionen mit komplizierten Taktwechseln spielte er einen Schottisch. Er verbindet Stile wie Jazz, Funk oder Hip-Hop mit der Ländlermusik und schafft auf diese Weise ein innovatives und eigenständiges Spiel, ohne die urchigen Wurzeln seiner Musik zu verlieren. Er ist im zweiten Lehrjahr als Konstrukteur und möchte ein Musikstudium in Luzern beginnen.

Brunner Filmemacher: Luca Zurfluh

Für den Brunner Filmemacher Luca Zurfluh ist sein Medium bereits seit der Primarschule ein zentrales Thema. «An Mittwochnachmittagen spielte ich jeweils mit Freunden Krimiserien nach, die im Fernsehen kamen », so Zurfluh. Für seine Maturaarbeit entstand sein bisher grösstes Projekt. Der Dokumentarfilm «Wie der Fisch auf den Teller kommt!» zeigt den Alltag des Brunner Fischers Peter Hofer. «Zurzeit absolviere ich in Zürich ein Praktikum im filmischen Bereich. Danach muss ich entscheiden, ob ich mich in Zürich oder München für die Filmklasse bewerben soll.»

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

23.11.2009

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schwyzkultur.ch/aB7WCe