Passend zur nachmittäglichen Pause: Die Kaffee-und-Kuchen-Rott. (Bild Silvia Camenzind)
Passend zur nachmittäglichen Pause: Die Kaffee-und-Kuchen-Rott. (Bild Silvia Camenzind)

Volkskultur

Mit Kuchen an die Gersauer Rott

Statt Tanz mit den traditionellen Damenmasken gab es am Samstag in Gersau erstmals eine Nachmittagsrott. Das kam bei den Fasnächtlern gut an.

Gegen 90 Maschgraden machten am Samstag an der Nachmittagsrott der Röllizunft Gersau mit. Die erste Nachmittagsrott prägten nicht die traditionellen Gersauer Rottfiguren, sondern wild zusammengewürfelte Kostüme und zahlreiche Wagen. So war die Rott mehr ein Umzug durchs Dorf.

Guantánamo und Mexiko

Guantánamo-Häftlinge hinter Gittern, eine bunte Fiesta Mexicana oder das Restaurant zur glücklichen Lunge boten dem Publikum viel zu lachen. Ein treffendes Sujet wählten die Damen, die Kuchen unter die Leute brachten, weil die Morgenrott erst am Nachmittag durchgeführt wurde.Auffallend war, dass es die Fasnächtler vor allem untereinander lustig hatten. Hier ging es nicht wie bei den Damenmasken ums Intrigieren und das Publikumeinbeziehen, sondern einzig um den Spass am Verkleiden und Zusammensein.

Am Abend wurde im «Schäfli» und in den Dorfbeizen fröhlich weitergefeiert. Nicht maskiert, wie üblicherweise mit den Damenmasken, aber kostümiert, geschminkt und in bester Fasnachtslaune. Röllivater René Camenzind zeigte sich gestern Sonntag mit der Neuerung, die dem Fasnachtsverhalten der Bevölkerung von Gersau entgegenkommt, zufrieden.



Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

15.02.2010

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