Astrid Camenzind in ihrem Laden mit drei der Bilder aus ihrer Serie über die Gersauer Fasnacht, die spontan entstanden ist. Bild Silvia Camenzind
Astrid Camenzind in ihrem Laden mit drei der Bilder aus ihrer Serie über die Gersauer Fasnacht, die spontan entstanden ist. Bild Silvia Camenzind

Kunst & Design

Wenigstens im Schaufenster herrscht Fasnachtsstimmung

Astrid Camenzinds Bilder der Gersauer Fasnacht bereiten Passanten im Dorfzentrum Freude.

«Die Gersauer sind so traurig, dass keine Fasnacht stattfindet», sagt Astrid Camenzind, die vis-à-vis vom Dorflädeli «Sache fürs Härz» bietet. Eigentlich wollte sie den Frühlingsputz anpacken, doch aus einer Laune heraus stellte sie um. Sie hatte noch einige Deckel von Weinkisten aus Holz im Laden übrig. Deren Rückseite bemalt sie gerne. Sie findet das interessanter als das Malen auf einer Leinwand. Sie schaute sich als Inspiration Fotos der Gersauer Fasnacht an und liess ihrer Kreativität zwei Donnerstagnachmittage lang in ihrem Atelierladen freien Lauf. Dann war die Serie mit den sieben Bildern vollendet. Nun bereiten Tambour, Damenmasken, Bajass, Gerfaz, der Rottmeister mit Sohn Maxime, der Grossgrind und der Rölli Freude. Astrid Camenzind ist selber keine Fasnächtlerin, dennoch ist für sie klar, dass die Fasnacht mit ihren Farben und dem Aus-der-Haut-Schlüpfen in diesem Jahr in dieser tristen Jahreszeit vielen Leuten fehlt. Zusammen mit ihrer Schwester, die ihr jeweils hilft, hat Astrid Camenzind das Schaufenster gestaltet. Was sie mit den Bildern nach der Fasnacht machen will, ist offen. Darüber hat sie sich noch keine Gedanken gemacht. Sie malt seit der Kindheit, es gehört zu ihr, ob spontan, aus einem inneren Bedürfnis, oder auch im Auftrag der Bevölkerung. Gibt es etwas zu gestalten, sei es den Pokal für den schnellsten Gersauer, eine besondere Beschriftung, ein Porträt oder eine Kunstausstellung im Park, «Gibel»-Astrid wird angefragt. Nun freut sie sich, wenn Kinder vor dem Schaufenster die Köpfe zusammenstecken und sich die Figuren der Gersauer Fasnacht genau anschauen, etwas, was sie in diesem Jahr live nicht erleben können.

Bote der Urschweiz / Silvia Camenzind

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

04.02.2021

Webcode

schwyzkultur.ch/1vxhdr