Wurzeln in der Ländlermusik: Die vier Gläuffig-Musiker Pirmin Huber, Lukas Gernet, Mathias Landtwing und Fränggi Gehrig (v. l.). Bild Gläuffig
Wurzeln in der Ländlermusik: Die vier Gläuffig-Musiker Pirmin Huber, Lukas Gernet, Mathias Landtwing und Fränggi Gehrig (v. l.). Bild Gläuffig

Musik

«Gesellen» brillierten mit Meisterstücken

Die neue CD der Formation Gläuffig heisst «Gesellenwanderung». Sie wurde am Freitag auf Einladung der Kulturkommission der Gemeinde Galgenen im Tischmacherhof vorgestellt.

Von Gesellen kann bei den vier Musikern der Ländlerkapelle Gläuffig nicht mehr gesprochen werden. Alle vier haben an der Hochschule Luzern in verschiedenen Studienrichtungen abgeschlossen und sind mittlerweile veritable Berufsmusiker. Mit der Formation Gläuffig sind sie ihren Wurzeln in der Volksmusik treu geblieben. Wobei sie die traditionelle Musik auch neu interpretieren und innovativ weiterentwickeln. «Megahappy» über die Besucher und den Auftritt griffen Mathias Landtwing (Klarinette), Fränggi Gehrig (Akkordeon), Lukas Gernet (Klavier) und der Galgener Pirmin Huber (Bass) zu ihren Instrumenten. Schon die zwei ersten Titel von Fränggi Gehrig zeigten die grosse Spannweite des musikalischen Spektrums von Gläuffig auf. In grosser Perfektion kam jedes Instrument zum Zug. Bekannt ist, dass der Begriff Volksmusik für Gläuffig sehr weitreichend ist. «Manchmal bis an die Grenzen», formulierte es Lukas Gernet, bevor sämtliche Titel live vorgetragen wurden.

Alles selber geschrieben


Auf der CD sind 14 Eigenkompositionen der vier Musiker verewigt. Alleine schon die Titel regen die Fantasie an: Da kommt «Schlächtwätterarbet», «Weinrausch» oder «Guet gäll» vor. In «Chorinho pra Pirinho» liess Lukas Gernet Brasilianische Themen aufleben. In «Enceladus» (einer der grössten Saturnmonde), wagte sich Pirmin Huber gar ins Weltall. Zum Zug kamen auch Erinnerungen an einen Besuch bei Hildi und Fritz Dünner auf Mallorca, und eindrücklich berührten auch der «Gläuffig-Klezmer» sowie der «Gabriela-Schottisch» für Fränggi Gehrigs Frau. «Dass wir eine sehr demokratisch geführte Band sind, zeigt sich auch daran, dass alle Titel ansagen dürfen», scherzte Lukas Gernet. Dass sich die vier ausnehmend gut verstehen, zeigte sich in vielen kleinen Details und der Leichtigkeit beim anspruchsvollen Musizieren. Der grosse Applaus war mehr als verdient. Viele Konzertbesucher stellten sich gerne in die Reihe, um eine signierte CD zu kaufen. Sympathisch auch der Zweck der Kollekte: Sie geht an das Nachwuchsjodelchörli March. Gemeindepräsident René Häberli hatte in seinen Begrüssungsworten mit Blick auf Pirmin Huber den Wunsch geäussert, gut zum Nachwuchs zu schauen.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger / Frieda Suter

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

09.05.2022

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www.schwyzkultur.ch/jXG5pB