Momentan grösstes Bauprojekt: Die neue Fischotteranlage wird rund 800 000 Franken kosten, die Stiftung ist wesentlich an der Beschaffung der Mittel beteiligt. Archivbild Andreas Seeholzer
Momentan grösstes Bauprojekt: Die neue Fischotteranlage wird rund 800 000 Franken kosten, die Stiftung ist wesentlich an der Beschaffung der Mittel beteiligt. Archivbild Andreas Seeholzer

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Haupteingang wird nicht verlegt

Die Stiftung Natur- und Tierpark Goldau hat entschieden: Der Haupteingang zum Tierpark bleibt am bisherigen Standort bestehen. Dafür steht der Kauf der benachbarten Armee-Baracke als Arrondierung unmittelbar bevor.

Mit dem Erwerb und der Erschliessung des Areals Grosswijer hat sich die Fläche des Tierparks Goldau ziemlich genau verdoppelt, von 17 auf 34 Hektaren. Damit stellten sich auch konzeptionelle Fragen der internen Erschliessung und der Besucherführung. In einem Masterplan wurde so abgeklärt, wo der künftige Haupteingang zum Tierpark platziert werden soll. Als Möglichkeit in Betracht gezogen worden ist eineVerlegung des Haupteingangs in Richtung Nordwesten, in die Nähe des neu erstellten Panoramaplatzes.

Heutiger Eingang bleibt

Nun hat die Stiftung Natur- und Tierpark Goldau als Eigentümerin der Immobilien zusammen mit der Gemeindebehörde Arth das «Entwicklungsfeld Arth-Goldau 2020» besprochen. Dabei wurde die Eingangsfrage nochmals «kritisch hinterfragt», wie Stiftungspräsident Ernst P. Guhl, Pfäffikon, im Jahresbericht erläutert. In der Lagebeurteilung ist der Stiftungsrat dann zum Schluss gekommen, dass «der Eingangsbereich am jetzigen Standort belassen wird». Ohne dass der Stiftungsrat dies näher erläutert, lässt sich daraus schliessen, dass die bessere Lage zum Bahnhof und die beim Bau eines neuen Haupteingangs anfallenden Kosten mitgespielt haben werden. Dafür sind die seit Längerem eingeleiteten Verhandlungen mit der Armasuisse weiter forciert worden. Dem Kauf der Armee-Liegenschaft neben dem Tierpark steht nun «praktisch nichts mehr im Wege». Auf diesem Grundstück, das auch eine wertvolle Arrondierung bildet, wird man den schon lange geplanten Neubau einer Quarantänestation realisieren können. Eine weitere Arrondierung findet auch gegen die Bahnanlagen hin statt. Dort konnte ein Kaufvertrag mit der Schweizerischen Südostbahn AG (SOB) für ein Grundstück von 1200 Quadratmetern abgeschlossen werden. Vor der Realisierung steht auch ein neues, in der Nähe der Bären-Wolf-Anlage gelegenes Restaurant. Erstellt ist dazu der Businessplan, ein Vorprojekt steht vor dem Abschluss, die Detailplanung wird angegangen.

Naturpark als grosseChance

Der Stiftungsrat äussert sich ebenfalls sehr prononciert zum grossen Projekt für einen Regionalen Naturpark Schwyz. Diesem Vorhaben komme für den Tierpark grosse Bedeutung zu, wird betont.Wie die von einem Kernteam erarbeitete Machbarkeitsstudie inzwischen zeige, könne ein «hochattraktiver Naturpark entstehen». Derzeit werde am Managementplan gearbeitet. Frühestens könnte ein Naturpark 2016 in Betrieb genommen werden. Vorausgesetzt wird aber die Zustimmung von elf Gemeinwesen. Kommt das Projekt zustande, sieht sich der Tierpark als «Eingangspforte zum Naturpark». Die Stiftung ist zentral an der Finanzierung der Parkinfrastruktur beteiligt. Im Berichtsjahr konnten 716 000 Franken an Spenden, Legaten, Vergabungen und Unterstützung eingenommen werden. Im Mittelpunkt steht momentan die Finanzierung der neuen Fischotteranlage. Sie rechnet mit Baukosten von rund 800 000 Franken. Die Bilanz der Stiftung schliesst bei 11,35 Mio. Franken. Davon sind 9,8 Mio. Franken im Anlagevermögen gebunden. Die Stiftung wird aufgrund ihrer Grösse durch das Eidg. Departement des Innern EDI kontrolliert und ist Zewo-zertifiziert.

Stiftung Natur- und Tierpark Goldau



Präsidiert wird die Stiftung durch Ernst P. Guhl, Pfäffikon. Vizepräsident ist Albert Rohrer, Schwyz. Dem Stiftungsrat gehören weiter Beat Fischer, Luzern, Susi Mettler, Goldau, Franz-Peter Steiner, Brunnen, Bernhard Müller, Goldau, und Tierparkvereinspräsident Gottfried Weber, Arth, an. Ein Stiftungsbeirat unterstützt in fachspezifischen Fragen und im Fundraising die eigentliche Stiftung. Der Beirat wird von Franz Marty, Goldau, präsidiert. Mitglieder aus dem Kanton Schwyz sind Jacques Kägi, Schindellegi, Kuno Kennel, Arth, Iwan Rickenbacher, Brunnen, und Theo Weber, Arth.

www.tierpark.ch

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

02.09.2011

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schwyzkultur.ch/q3pdgb