Stimmungsvolle Viehausstellung in Schwyz: Gemalt wurde sie vom einheimischen Künstler André Schindler. Bild Werner Geiger
Stimmungsvolle Viehausstellung in Schwyz: Gemalt wurde sie vom einheimischen Künstler André Schindler. Bild Werner Geiger

Dies & Das

Werke von Goldauer Kunstmaler leben weiter

Im «Mythenpark» in Goldau fand am Wochenende eine beeindruckende Ausstellung über das Wirken des einheimischen Kunst-, Landschafts- und Kirchenmalers André Schindler statt. Viele seiner Malereien sind noch immer vorhanden und können in Kapellen, Restaurants oder an Häuserfassaden bestaunt werden.

Am Wochenende fand im Alterszentrum Mythenpark eine zeitlich kurze, aber eindrucksvolle Ausstellung von Werken des beinahe in Vergessenheit geratenen einheimischen Porträtisten, Landschafts- und Kirchenmalers André Schindler statt. Als eines von acht Kindern des Sattlermeisters Anton und Margrit Schindler, geborene Steiner, kam er mit seiner Zwillingsschwester Emilie am 8. Oktober 1877 in Unterägeri auf dieWelt. Drei Jahre später zügelte die Familie nach Goldau. 1904 heiratete André Schindler Nina Jurt aus Sursee, der Ehe wurden vier Kinder geschenkt. Nach verschiedenen Wohnortswechseln kam seine Familie schliesslich im Jahre 1908 nach Seewen und blieb diesem Dorf bis zu seinem Tod im Jahre 1951 treu. Vornehmlich aus Erwerbsgründen betrieb er in Seewen ein Malergeschäft, welches er im Jahre 1945 verkaufte, sowie ein Kunstmaleratelier.

Dekorative Malereien

Viele seiner Werke beziehen sich auf Themen der ländlichen Umgebung mit den Mythen, oft in Verbindung mit dem Lauerzersee, aber auch Gebirge und Blumenwiesen wurden von ihm markant dargestellt. André Schindler war ein sehr vielseitiger Künstler, denn er malte nicht nur Porträts und Landschaftsbilder sondern auch Bilder von damaligen Ereignissen wie die Landsgemeinde in Schwyz oder die Schlacht von Rothenthurm, der Kollegibrand, die Viehausstellung und Skitouristen auf dem Bahnhof Seewen. Eine seiner Spezialitäten waren die dekorativen Malereien im Innern von Gebäuden, so unter anderem die Deckenmalerei in der alten Post von Schwyz, im Restaurant Schwyzerhüsli in Erstfeld, im Restaurant Ochsen in Rothenthurm oder in der St.-Sebastian-Kapelle von Sattel. Zeugen seiner immensen Malereien sind auch verschiedene Hausfassaden in Goldau sowie das Marienbild an der Alten Kapelle in Seewen oder am Friedhof in Schwyz. Eine Vielzahl der ausgestellten Werke wurde aus dem Privatbesitz der Familie Schindler sowie des Bergsturzmuseums Goldau, der Kirchgemeinde Goldau und der Gemeinde Arth zur Verfügung gestellt.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

19.01.2010

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www.schwyzkultur.ch/JtP6Ww