Die Musiker von John Doe, Schlagzeuger Lukas Bürgler, Gitarrist Remy Bürgler, Bassist Markus Grab und Sänger sowie Gitarrist Andy Betschart (Bild), während der Live-Aufnahmen mit Publikum. Bilder: Carlo Stuppia
Die Musiker von John Doe, Schlagzeuger Lukas Bürgler, Gitarrist Remy Bürgler, Bassist Markus Grab und Sänger sowie Gitarrist Andy Betschart (Bild), während der Live-Aufnahmen mit Publikum. Bilder: Carlo Stuppia
Die Musiker von John Doe, Schlagzeuger Lukas Bürgler (Bild), Gitarrist Remy Bürgler, Bassist Markus Grab und Sänger sowie Gitarrist Andy Betschart, während der Live-Aufnahmen mit Publikum. Bilder: Carlo Stuppia
Die Musiker von John Doe, Schlagzeuger Lukas Bürgler (Bild), Gitarrist Remy Bürgler, Bassist Markus Grab und Sänger sowie Gitarrist Andy Betschart, während der Live-Aufnahmen mit Publikum. Bilder: Carlo Stuppia
Die Musiker von John Doe, Schlagzeuger Lukas Bürgler, Gitarrist Remy Bürgler, Bassist Markus Grab (Bild) und Sänger sowie Gitarrist Andy Betschart, während der Live-Aufnahmen mit Publikum. Bilder: Carlo Stuppia
Die Musiker von John Doe, Schlagzeuger Lukas Bürgler, Gitarrist Remy Bürgler, Bassist Markus Grab (Bild) und Sänger sowie Gitarrist Andy Betschart, während der Live-Aufnahmen mit Publikum. Bilder: Carlo Stuppia
Die Musiker von John Doe, Schlagzeuger Lukas Bürgler, Gitarrist Remy Bürgler (Bild), Bassist Markus Grab und Sänger sowie Gitarrist Andy Betschart, während der Live-Aufnahmen mit Publikum. Bilder: Carlo Stuppia
Die Musiker von John Doe, Schlagzeuger Lukas Bürgler, Gitarrist Remy Bürgler (Bild), Bassist Markus Grab und Sänger sowie Gitarrist Andy Betschart, während der Live-Aufnahmen mit Publikum. Bilder: Carlo Stuppia

Musik

Eine Achterbahnfahrt der Gefühle im Aufnahmestudio

Die John Doe Band nahm ihr zweites Album in Goldau auf: live und mit Publikum.

«Darf ich jetzt nicht mehr husten?» Eine Besucherin dreht sich zu ihrer Begleiterin um. «Nein, dann hört man dich auf der Aufnahme.» Eine andere Besucherin mischt sich ins Gespräch ein: «Echt jetzt? Muss ich jetzt ganz ruhig sein?» Ja, nachdem Tonmeister Ralph Zünd das Okay zur Aufnahme gegeben hat, sollte man weder schwatzen, noch husten, noch etwas fallen lassen. Jegliche Geräusche würden sich auf der Aufnahme der analogen Bandmaschine manifestieren. Auf diese Tatsache hingewiesen, sitzen denn die Besucher mucksmäuschenstill an der ersten von vier John-Doe-Aufnahme- Sessions im Studio. Sie erleben jetzt mit, wie acht Songs live aufgenommen werden. Da jeder mit einem Kopfhörer ausgestattet ist, hört man in alle Aufnahmeräume hinein. Auch wenn man auf einem Zuschauerstuhl im Raum von Schlagzeuger Lukas Bürgler sitzt, hört man Gitarrist Remy Bürgler über ihn sprücheln.


Sprüche macht die Band gerne.


Das gehört zu John Doe. Schon immer. Doch heute sprudeln die Sprüche aus den vier Musikern nur so heraus. Die Nervosität der einzelnen Bandmitglieder ist in jedem Raum so intensiv zu spüren, dass sie sich teilweise auf die Zuschauer überträgt.


Der erste Song wird eingespielt.


Das Publikum staunt. Der Song ist sehr präzis gespielt, nur minime Fehlerchen sind auszumachen. Diese Band hat so richtig geübt. Das hört man eindeutig. Ein Album live vor Publikum einzuspielen, ist ein gewagtes Experiment. Es sind nicht nur der Produzent und die Bandkollegen vor Ort und hören auf jeden Ton. Nein, es ist x-wer hier. Der ehemalige Gitarrenlehrer ist hier, das Grosi, der grösste Fan und ein kritisches Ohr der Band im benachbarten Proberaum ebenfalls. Das macht nervös, dies ist wohl für jeden nachvollziehbar.


Auch Patzer möglich


Kein Wunder, gibt es dann auch Patzer. Ein Song wird ein-, zweimal neu angespielt. Eine leere 9-Volt-Batterie für den Verzerrer sorgt für eine kleine Aufregung. Und lässt dann wieder Raum für Sprüche, was wiederum wesentlich zur Lockerung der Anspannung beiträgt. Eine Live-Aufnahme-Session dieser Art ist wirklich nicht zu unterschätzen. «Es ist, was es ist», meint Ralph Zünd dazu. Zu Zeiten von Elvis und Johnny Cash waren solche Sessions an der Tagesordnung.


Überwältigt


Mittlerweile sind drei Tage seit den Aufnahme-Sessions vergangen. Sänger Andreas Betschart spricht noch immer von einer Achterbahnfahrt während der beiden Tage. «Im Endeffekt waren wir alle vier überwältigt und begeistert von den vielen Eindrücken und Emotionen, der Anspannung und Intensität, der eigenen Freude und von all den positiven Rückmeldungen. Es war ein unglaubliches Erlebnis.»


Spezielle Aufnahme


Die Aufnahme-Session fand im Rahmen einer «Straight2tape»- Produktion statt. Diese Art von Aufnahme bietet Ralph Zünd im «2inch Records»-Studio in Goldau an. Während vier Sessions nahm die John Doe Band ihr zweites Album auf. Das Album wurde ohne Korrekturmöglichkeiten und ohne Computer live aufgenommen – mit Publikum.


Bote der Urschweiz / Nicole Auf der Maur

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

28.11.2018

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schwyzkultur.ch/m9dQx6