Waren am Video beteiligt: Mladen Trivun (von links), Simon Kym, Stefan Rauchenstein, Manuel Lepore, Marco Bravi, Remo Schneeberger und Fabio Contratto.
Waren am Video beteiligt: Mladen Trivun (von links), Simon Kym, Stefan Rauchenstein, Manuel Lepore, Marco Bravi, Remo Schneeberger und Fabio Contratto.

Musik

Goldauer produzieren Hip-Hop-Video

Es geht etwas in der Schwyzer Hip-Hop-Szene. Die Rapper Brava, Boomer und Kymanjy machen gemeinsame Sache und produzierten kürzlich das erste Hip-Hop-Video made in Schwyz.

Brava, Boomer und Kymanjy heissen in «zivil» Marco Bravi, Stefan Rauchenstein und Simon Kym. Bravi und Rauchenstein stammen aus Goldau, Simon aus Rothenthurm. Die drei verbindet, abgesehen von ihrer gemeinsamen Schulzeit, die Leidenschaft für die Musik. Zusammen mit einigen befreundeten Musikern und mit der Unterstützung diverser Jugendprojekte konnte kürzlich ein professionelles Musikvideo gedreht werden, welches am kommenden Samstag veröffentlicht wird. Mit von der Partie waren unter anderem die beiden DJs Magic Mani (Manuel Lepore) und Siut (Remo Schneeberger).

Goldauer Szene am Leben halten

Der Song, den sie aufgenommen haben, heisst «Back to the Roots» und handelt von den musikalischen Anfängen der drei Rapper. Doch wieso haben sie sich dazu entschlossen, ein Video zu drehen? Marco Bravi beantwortet die Frage des «Boten» so: «Wir rappen schon seit rund fünf Jahren. Jetzt war es für uns an der Zeit, ein Video zu drehen. Und vor allem wollten wir die Szene in Goldau am Leben erhalten.» Zwar kennen sich die drei schon lange, eine eigentliche Band sind sie aber nicht. Bravi dazu: «Boomer und ich machen schon länger gemeinsam Musik im Arther Farmhouse Studio. Kymanjy hat sein eigenes Studio in Rothenthurm. Auf sein Konto gehen schon einige Mixtapes, und im Rahmen der Regierungsratswahlen hat er auch einen Werbesong für Bruno Suter getextet.»

«Hip-Hop lebt vom Soul und Jazz»

«Back to the Roots» (zu Deutsch: zurück zu den Wurzeln) soll eine ganz besondere Botschaft vermitteln. Nämlich diejenige, einfach wieder einmal guten Hip-Hop zu machen. Doch nicht nur der Text, nein auch die Melodie soll die Wurzeln des Hip-Hops zeigen. «Hip Hop lebt vom alten Soul, Funk und Jazz. Der heutige Newschool-Hip-Hop ist eher der House-Musik zuzuordnen. Als ich den Beat produziert habe, habe ich daher einzelne Teilstücke vom Klassiker ‹Baby I love yourWay› ausgeschnitten und mit diversen Drums zu einem Hip-Hop-Beat geformt», so Bravi.

Jeder für seinen Part verantwortlich

Der Beat wurde von Marco Bravi produziert, jeder der drei Rapper war aber selber für seinen Teil verantwortlich. Der Goldauer MC führt aus: «Das Thema wurde von mir vorgegeben. Daraufhin hat sich jeder von uns ans Schreiben gemacht. Im Refrain wurden verschiedene alte Textstücke von älteren Songs verwendet. » Die Arbeiten am Track haben viel Zeit in Anspruch genommen, insbesondere die Vorbereitung hätte laut Bravi so lange gedauert, «dass ich keine genauen Angaben dazu machen kann, wie viel Zeit wir dafür investiert haben». Die Dreharbeiten fanden im ehemaligen Luxram-Gebäude in Goldau statt und haben sich auf zwei Tage beschränkt. Über das Finanzielle wollte Bravi nicht zu viele Worte verlieren, doch ein Teil der Mittel, die für die Produktion nötig waren, soll durch die Release-Party am nächsten Samstag zusammenkommen.

Vor 5 Jahren erste Schwyzer CD

Vor rund fünf Jahren berichtete der «Bote» darüber, dass erstmals eine Hip-Hop-CD aus der Region veröffentlicht wurde. Und auch dafür zeichneten Goldauer Rapper verantwortlich. Die Scheibe wurde von den Jungs von «Mente Captus» produziert, und ein bisschen «Mente Captus» steckt auch im Video zu «Back to the Roots». Markus Kenel, in Hip-Hop-Kreisen unter dem Namen «K» bekannt, fungiert alsVideoproduzent. Im «Boten» vom September 2007 liess er sich so zitieren: «Soweit ich weiss, sind wir die ersten Schwyzer Musiker dieses Genres, welche eine grosse Veröffentlichung herausbringen.» Auf die Frage, ob dieses Video wirklich das erste aus Schwyz stammende Hip-Hop-Video sei, sagt Marco Bravi in bester Kenel- Manier: «Definitiv.» «Back to t

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

22.08.2012

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schwyzkultur.ch/99rE7A