Das Echo vom Gätterli aus Gersau wusste mit Stücken von Kasi Geisser auf Innerschwyzer Art zu gefallen. Bild: Edith Schuler-Arnold
Das Echo vom Gätterli aus Gersau wusste mit Stücken von Kasi Geisser auf Innerschwyzer Art zu gefallen. Bild: Edith Schuler-Arnold

Musik

Ländlerkönig Kasi Geisser lebt weiter

Viele Volksmusikfreunde aus nah und fern pilgerten nach Goldau, um die unsterblichen Melodien zu hören. Im Restaurant
Gotthard befindet sich die permanente Ausstellung über den grossen Komponisten und Musikanten.

Am Freitag fand im Restaurant Gotthard in Goldau das Kasi-Geisser-Gedenkkonzert statt. Zum Andenken an den unvergesslichen Ländlerkönig spielten drei Formationen auf, und im Saal war es während der konzertanten Aufführungen mucksmäuschenstill. Als Organisatoren für diesen Anlass zeichnen sich der Verband Schweizer Volksmusik VSV und die Gemeinde Arth Ressort Freizeit verantwortlich. Das Restaurant Gotthard wurde nicht willkürlich gewählt, befindet sich doch im Saal die dauernde Ausstellung über den grossen Musiker und Komponisten. Sowohl der Präsident vom VSV KarlDillier sowie Erich Ketterer von der Freizeitkommission der Gemeinde Arth freuten sich über das rege Interesse und den entsprechenden Aufmarsch der Interessierten.

Dauernde Gedenkausstellung im «Gotthard»

1999 wäre Kasi Geisser 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass realisierte die Gemeinde Arth eine Ausstellung in den Räumen vom Restaurant Gotthard in Goldau. Mit Bildtafeln, handgeschriebenen Noten und der ersten Klarinette von Kasi Geiser berichtete man über das Leben und die Werke des in Goldau aufgewachsenen Ländlerkönigs. Seit damals finden im Turnus von drei Jahren jeweils Gedenkkonzerte im Restaurant Gotthard statt, an denen namhafte Formationen die Kompositionen wiedergeben und damit den grossen Künstler unsterblich machen. Kasimir Geisser wurde am 30.Oktober 1899 geboren und wuchs in Goldau auf. Nach seiner Lehre als Glasbläser arbeitete er als Klarinettenspieler, Kapellmeister und Komponist. Ihm werden an die 2000 Kompositionen zugeschrieben, und seine teilweise technisch anspruchsvollen Kompositionen stellen noch heute hohe Anforderungen an jeden Klarinettisten. Im Alter von nur 44 Jahren verstarb der Musiker am 15. Juni 1943 an einem Krebsleiden. Ein Teil seines musikalischen Erbes an die Gemeinde Arth ist öffentlich zugänglich im Restaurant Gotthard zu sehen.

Namhafte Formationen spielten Kasi-Geisser-Kompositionen

Als Erstes spielte die Formation mit Heimvorteil auf. Das 2005 gegründete Echo vom Gätterli aus Gersau besteht aus den Musikanten Pius Ruhstaller, Gersau (Klarinette), Friedel Herger, Muotathal (Handorgel), Urs Müller, Emmen ( Handorgel), und Osi Zurfluh, Ibach (Bass), mit. Das Handorgelduo Ächt Bodästendig aus Reichenbach im Kandertal BE gibt es seit zehn Jahren. Hans Wittwer, Reichenbach (Handorgel/Schwyzerörgeli), Monika Brügger, Hasliberg (Handorgel/ Schwyzerörgeli), und Erika von Känel-Ryter, Scharnachtal (Bass), interpretierten gekonnt die Tänze von Kasi Geisser untypisch ohne Klarinette. Anders die Kapelle Roggehuse-Musig Muhen AG. Sie überzeugten mit Klarinetten- und Cornett-Klängen, dem unverkennbaren «Bündnerstil», und bei ihnen musizieren Hannes Bäni, Muhen (Klarinette,Örgeli), Heinz Hirt, Seengen (Örgeli), Marc Roman Lehmann, Zürich (Örgeli, Bass), und Esther Hächler, Aarau-Rohr (Bass), in der Normalformation und als Gäste Dominik Aegerter, Rombach Küttigen (Klarinette, Örgeli), und Steffi Angliker, Rombach Küttigen (Cornett). Diese Formation besteht bereits seit 1978. Alle drei Formation führen in ihrem Repertoire eine stattliche Anzahl Kasi-Geisser-Kompositionen, und sie präsentierten diese auf eindrucksvolle Weise.

Verband feiert im 2017

Der Verband Schweizer Volksmusik hat sich der Volksmusik verschrieben. Die Sektion Schwyz wird von Karl Dillier präsidiert, und im nächsten Jahr feiert diese ihr 40-Jahr-Jubiläum. Mit einem entsprechenden Anlass wird am Samstag, 1. Juli 2017, mit einem Volksmusikkonzert auf der Rigi und am Freitag, 3. November 2017, für Jungmusikanten im Restaurant Biberegg in Rothenthurm das Jubiläumsjahr, das unter dem Motto «Die Jugend ist unsere Zukunft» steht, gebührend gefeiert, wie Präsident Karl Dillier bekannt gab.

Bote der Urschweiz (Edith Schuler-Arnold)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

24.10.2016

Webcode

schwyzkultur.ch/FSpbuM