Die Mitglieder von Dirty Hotline (v.l.): Urs Tschümperlin, Luca Ferrone, Raffaele Di Angelis, Christian Späni und Domenico Marcello. Bild: Nadja Tratschin
Die Mitglieder von Dirty Hotline (v.l.): Urs Tschümperlin, Luca Ferrone, Raffaele Di Angelis, Christian Späni und Domenico Marcello. Bild: Nadja Tratschin

Musik

Rockmusik als generationenverbindendes Lebenselixier

Hinter Dirty Hotline stecken fünf Musiker aus dem Talkessel und Einsiedeln im Alter von 25 bis 60 Jahren. Temperament und die Liebe zur Rockmusik der 70er-, 80er- und 90er-Jahre prägt den Charakter der Band.

Auf die Frage, wie zutreffend das Motto «Sex, Drugs and Rock ’n’ Roll» zu ihnen passt, meinen alle: «Die Sechs fällt weg, wir sind inzwischen alle vergeben. Alkohol gibt es immer noch mehr als genug, und die Droge heisst jetzt Musik.»


Keiner der fünf Musiker kann und will ohne Musik sein. «Sie verbindet uns nicht nur, sie ist unser Lebenselixier», meint Domenico Marcello, Gitarrist. Als Gründer und Kopf der Band hat er die Band 2016 ins Leben gerufen und dafür ein paar Telefonanrufe gestartet, ein Datum für eine erste Probe abgemacht und zusätzlich bereits mehreren Daten für Konzerte. «Das läuft bei mir immer so. Zuerst fixiere ich die Gig-Daten, dann das Repertoire», meinte er grinsend.


Heisser Draht zur Rockmusik


Nebst ihm zählen Urs Tschümperlin, Schlagzeug, und Raffaele De Angelis, Sänger, zu den Gründungsmitgliedern. Luca Ferrone, Bassist, und Christian Späni, Gitarre, kamen später dazu. «Für mich stimmt bei Dirty Hotline einfach alles die Musik, die Jungs, das Probelokal in Goldau und die Bandkultur», meinte Ferrone. Späni ergänzte: «Ich spiele seit Jahren eigentlich nur noch Country. Bei DHL und dieser Art, wie sie die Rocknummern interpretieren, hatte ich ein Backflash und sagte nach der ersten gemeinsamen Probe sofort zu.»


Hinter dem Namen Dirty Hotline steckt kein Hintergedanke, lediglich ein Draht zur Rockmusik, der immer heiss glüht. In der Gründungszeit von Dirty Hotline verband die fünf Musiker der Band vor allem zwei Dinge: die Liebe zur härteren Rockmusik und die italienische Sprache. Denn zu 80 Prozent bestand die Band aus Musikern mit italienischen Wurzeln. Ein Vollblutitaliener ist Sänger Raffaele Di Angelis. «Er ist unser Joker. Körperlich ist er zwar beinahe 60, im Geist und vor allem auf der Bühne ist er aber nach wie vor 18 Jahre jung», betonte Marcello augenzwinkernd. De Angelis ist nicht nur für jeden Spass zu haben, er ist ein begnadeter Sänger und Entertainer zugleich. Zu Beginn musste er innerhalb von vier Monaten Lyrics von 30 Songs auswendig lernen. Die Texte waren das eine, das Niveau der Songs das andere. Gekonnt singt er aber Songs wie «Still of the night» von Whitesnake oder «Highway Star» und «Burn» von Deep Purple. Gerade diese Songs, die zwar nicht zu den offiziellen Rockklassikern gehören, dennoch aber alle Rockfans lieben, kommen beim Publikum sehr gut an. Dirty Hotline als Ganzes ebenso. Bis jetzt erzielten sie überall, wo sie bereits aufgetreten sind, einen Wow-Effekt.


Gitarrist verlässt die Band


Bis Ende Jahr wird Gitarrist Späni die Dirty Hotlines noch für die kommenden Konzerte unterstützen, Ende Jahr verlässt er die Band. «Ich würde eigentlich gerne bleiben, mir fehlt es aber nebst meiner Selbstständigkeit und meiner eigenen zweiten Band einfach an Zeit», sagte er. Er ist der Meinung, dass Dirty Hotline ein sehr grosses Potenzial hat. «Wir müssen so schnell wie möglich wieder einen Gitarristen finden oder aber Späni davon überzeugen zu bleiben», meinte Bassist Ferrone schmunzelnd. Nebst diesem Ziel will Dirty Hotline weiterhin ihrem Motto «Gas geben und die Bühnen rocken» treu bleiben.


Längerfristig gesteckte Ziele sind: Das anspruchsvolle Repertoire weiter auszubauen und insbesondere Gigs in der näheren Umgebung spielen zu können. «Es ist sehr schade, aber leider eine Tatsache. Für unsere Art von Rockmusik gibt es im Talkessel und der näheren Umgebung noch zu wenig Auftrittsmöglichkeiten», meinte Domenico Marcello.


Bote der Urschweiz / Nadja Tratschin

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

11.07.2018

Webcode

schwyzkultur.ch/FCyrY6