Musik

Schellen-Ursli erhielt Gastrecht in Goldau

Rund 150 Zuhörende genossen die Geschichte vom Engadiner Buben Ursli und seiner Glocke. Zur Weihnachtszeit werden vielerorts spannende Märchen aufgeführt.

In Goldau lädt der Musikverein jeweils zu einer musikalischen Erzählung ein. Mirjam Heinzer erzählte am Samstag die Geschichte vom Schellen-Ursli. Es ist bereits zu einer alljährlichen Tradition geworden, dass am Samstag vor Weihnachten im Alterszentrum Mythenpark ein Weihnachtsmärchen aufgeführt wird. Jung und Alt lassen sich jeweils diesen besonderen Genuss von Erzählung und musikalischer Begleitung nicht entgehen. So war es auch in diesem Jahr. Rund 150 Personen besuchten am letzten Samstag eine der drei Vorführungen.


Packende Geschichte von Ursli mit passender Musik untermalt 


Ein Ensemble des Musikvereins Goldau, unter der Leitung von Nino Wrede, begleitete Mirjam Heinzer beim Erzählen der Geschichte vom Schellen-Ursli. Wer kennt sie nicht, die Geschichte des Bündner Knaben Ursli aus einem Engadiner Dorf? Dort wird der Brauch des Chalandamarz (rätoromanisch; zu Deutsch erster Tag im Monat März) alljährlich an diesem Tag im Engadin begangen. Hierbei ziehen die Schulkinder mit Kuhglocken durch das Dorf, wobei das Kind mit der grössten Glocke vorauslaufen darf. Der Bauernsohn Ursli hat jedoch nur eine kleine Schelle und wird deshalb von seinen Kollegen ausgelacht. Also wandert er nachts vor dem 1. März durch den hohen Schnee auf die Alp aufs Maiensäss und holt dort eine grosse Glocke, mit der er dann stolz den Umzug durch das Dorf anführen darf und dafür grosse Anerkennung erhält. Die Geschichte aus der Feder von Selina Chönz packte auch die Kinder in Goldau und liess sie gespannt zuhören – sie genossen die wunderschöne Wintergeschichte.


Bote der Urschweiz / Christoph Jud

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

27.12.2018

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schwyzkultur.ch/nBLxZW