Der Einsiedler Silvio «Slivoo» Tschümperlin erinnert an den letzten Sommer. Bild zvg
Der Einsiedler Silvio «Slivoo» Tschümperlin erinnert an den letzten Sommer. Bild zvg

Musik

«Grosse Musikkarriere ist nicht mein Ziel»

Seit Jahrzehnten mischt Silvio Tschümperlin in der lokalen Musikszene mit. Vor Kurzem hat er als Slivoo seine erste eigene Single veröffentlicht.

Musik ist seine grosse Leidenschaft. Seine Art zu singen – unverkennbar. Bislang bewies er sein musikalisches Können vor allem in Party- und Coverbands wie Vondüü, Dyke, den geheimen Sportsocken, Gone Shootin’ oder einige Jahre früher bei den Wet Dreams. Silvio Tschümperlin spielt aber nicht einfach nur Gitarre und trällert ins Mikrofon. Slivoo, wie ihn seine Freunde nennen, ist bekannt dafür, an den Songs zu schleifen, sie zu seinen eigenen zu machen. Zu Zeiten der Wet Dreams – also vor rund 20 Jahren – schrieb er bereits an einigen Eigenkreationen mit. So zum Beispiel bei «Sunntig Morgä», «I Love Your Eyes» oder «Seven Horses». Dass er vor Kurzem mit «Wiä im letschte Summer» seine erste eigene Single veröffentlichte, verwundert also nicht. Es stellt sich höchstens die Frage, wieso erst jetzt?

Passenden Titel geschrieben


«Eigentlich war es gar nicht geplant, mich solomässig ins Bild zu rücken», so Slivoo. Der Titel sei auch nicht erst jetzt entstanden. Im Gegenteil. Den habe er, wie einige andere Songs auch, schon seit Längerem in der Schublade. «Viele Leute sprechen aktuell davon, was im letzten Sommer alles besser war – da wurde mir bewusst, dass ich den passenden Titel dazu bereits geschrieben habe.» So führte eines zum Anderen und schon läuft das Lied bei Radiostationen in der Sommerrotation mit und wurde bei Spotify Hunderte Male gestreamt. Wie oft der Titel heruntergeladen wurde, weiss Slivoo nicht. Die Zahlen wird er erst in ein paar Wochen erhalten. Die Reaktionen seien aber durchwegs positiv.

Noch einige Titel nachlegen


Dass er eines Tages von der Musik leben kann, glaubt der 42-Jährige nicht. «Einerseits bin ich wohl zu alt, andererseits ist es sehr schwierig, in der Schweizer Musikszene zu bestehen.» Er könne sich aber vorstellen, den einen oder anderen Titel nachzulegen. Und wenn sie widererwarten «grausam» einschlagen würden, wäre er «absolut parat», um durchzustarten, sagt er scherzend. Bevor es so weit ist, hofft er aber wie alle anderen auf weitere Lockerungen. Denn obwohl es schön sei, mehr Zeit für sich zu haben, fehlen ihm die Events. Ein schlechter Sommer sei es deswegen nicht – aber ein spezieller …

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger / Silvia Gisler

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

17.06.2020

Webcode

schwyzkultur.ch/CwBrbY