Beni (Maurus Föhn), Mona (Patricia Schuler) und Lisa (Lea Langenegger, von links) müssen die vermeintliche Leiche von Billi (Felix von Rickenbach, vorne) aus dem Weg schaffen. Bild Sandrine Hedinger
Beni (Maurus Föhn), Mona (Patricia Schuler) und Lisa (Lea Langenegger, von links) müssen die vermeintliche Leiche von Billi (Felix von Rickenbach, vorne) aus dem Weg schaffen. Bild Sandrine Hedinger

Bühne

Überleben in einer verrückten Praxis

Frisch, frech und absolut fesselnd: So präsentiert sich die diesjährige Komödie des Theaters Jungmannschaft Ibach. Es warten heisse Affären, mysteriöse «Todesfälle» und ein heilloses Durcheinander.

Beni Anderhub (Maurus Föhn) will sich selbst verwirklichen, den Zenit seiner künstlerischen Entwicklung erreichen und dafür einen Krimi schreiben. Doch eigentlich spielt sich der Krimi direkt vor seiner Haustür ab: Als seine Frau, Dr. Cornelia Anderhub (Claudia Langenegger), ihre Praxis ausnahmsweise zu Hause einrichtet, taucht plötzlich Benis heisse Affäre Mona (Patricia Schuler) im Garten von Anderhubs Villa auf. Sie möchte dort mit ihrem «Freund» Billi (Felix von Rickenbach) campieren. Dumm nur, dass sie von Benis verwirrter Tante Lotti (Rita Zemp) – die eigentlich viel lieber im Altersheim wohnen würde – entdeckt werden.

DasChaos scheint perfekt

Als Billi zu allem Unglück auch noch «stirbt» und Benis Tochter Lisa (Lea Langenegger) beim Vertuschen des Desasters helfen muss, scheint das Chaos perfekt. Dass in der Zwischenzeit Assistenzarzt Sebastian (Raphael Sutter)mit der überaus anspruchsvollen Patientin Wally (Yvonne Steiner) in der Villa der Anderhubs alleine klarkommen muss, macht das Ganze auch nicht einfacher. Kurzum ist die Komödie«Es verhängnisvolls Wuchenänd» das pure Ehedrama voll von Spannung, frechem Witz und herzhafter Hingabe. Die Darsteller sparen nicht mit Pointen und träfen Sprüchen, fesseln das Publikum und erweisen sich als wahre Verwandlungskünstler. Die Zeit während der Premiere vom Samstagabend verging wie im Flug, und Besuchern sei geraten, die Lachmuskeln vorher etwas aufzuwärmen: Sie werden bis zur letzten Minute strapaziert.

Infos

www.jmtheater.ch

Bote der Urschweiz (Sandrine Hedinger)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

07.11.2016

Webcode

schwyzkultur.ch/ucwu8c