So präsentiert sich das Buch der Fasnachtsrott Ibach, das im Rahmen des 70-Jahr-Jubiläums nächsten Mittwoch veröffentlicht wird. Bild pd
So präsentiert sich das Buch der Fasnachtsrott Ibach, das im Rahmen des 70-Jahr-Jubiläums nächsten Mittwoch veröffentlicht wird. Bild pd

Volkskultur

Ein Fasnachtsbuch für die Ewigkeit

Am 30. März 1946 wurde ein stolzer Fasnachtsverein gegründet. Auf den Tag 70 Jahre später bekommt die Fasnachtsrott Ibach nun ein Buch von unschätzbarem Wert.

Die Gründer der damaligen Güdelmontag-Morgenrott in Ibach wären zweifellos stolz auf ihren Verein mit heute 821 Mitgliedern und einer sehr lebhaften Strassen- und Beizenfasnacht. Rösy Rust-Flecklin, die letzte noch lebende Gründerin, tat dies jedenfalls in der «Rose» anlässlich der Jubiläums-GV vor zwei Monaten kund.

Geschichtshüter

Die Fasnachtsrott Ibach unter der Leitung von Rottherr Padi Hutter hatte soeben zwei grandiose Jubiläumstage anlässlich des 70. Geburtstags hinter sich. OKP-Präsident, alt Rottherr und Ehrenmaschgrad Peter Lüönd sorgte mit seinem Team für eine unvergessliche Quartierrott und ein buntes und engagiertes Jubiläumspreisnüsseln. An der GV wurde schliesslich Bilanz gezogen und die Verantwortlichen mit Lob und tosendem Applaus gewürdigt. Doch es kommt noch besser. Parallel zum eigentlichen Jubiläum machte sich ein Team mit verdienten Ibächler Fasnächtlern an die Arbeit des wohl nachhaltigsten Projekts der letzten Jahre. Der amtierende Rottrat Roger Gasser und seine Kollegen Florian Grossmann, Peter Lüönd, Werner Gehrig, Erwin Grab,Thomas Lüönd und Sepp Inderbitzin (allesamt Ehrenmaschgraden) machten sich an die Arbeit und sammelten mit einem gewaltigen Aufwand bei Privaten, in den eigenen Archiven, auf der Zeitungsredaktion, im Staatsarchiv und an vielen anderen Orten alles, was über die Fasnachtsrott Ibach zusammengetragen werden konnte.

Ein Stück Zeitgeschichte

Das Resultat sind 216 Seiten Fasnachts- und auch Dorfgeschichte, wie sie in Ibach wohl noch kaum je so zusammengefasst wurde. «Mit diesem Buch wird die Geschichte der Fasnachtsrott Ibach über die 70 Jahre so komplett wie möglich abgebildet», erklärt Peter Lüönd dem «Boten der Urschweiz ». «Wir alle waren der Meinung, dass dies die letzte Möglichkeit ist, um eine solche umfassende Chronik von den Anfängen bis heute zu erstellen.» Das Buch mit sehr vielen Fotos aus allen Dekaden ist aber weit mehr als eine Dokumentation über einen der engagiertestenund grössten Dorfvereine der Gemeinde Schwyz. Es ist auch ein bedeutendes Stück heimische Zeitgeschichte, die weit über die Fasnacht hinaus reicht. Und für die Fasnachtsrott Ibach selber ist das Buch ein Geschenk an die heutigen Generationen ihres 70-jährigen Vereins.

Vernissage

«Natürlich hoffen wir, dass im Verein weiterhin gesammelt und archiviert wird, sodass man zusammen mit dem bestehenden Material auf das 100-Jahr- Jubiläum eine Neuauflage machen kann», sagt Peter Lüönd weiter. Doch erst einmal wird das heutige Werk gefeiert. Am Mittwoch, 30. März, findet im Restaurant Rose um 18.30 Uhr im Rahmen des Jubiläums-Abschlussfests die öffentliche Vernissage statt.

Das neue Fasnachtsbuch ist erhältlichvia

www.fasnachtsrottibach.ch

Bote der Urschweiz (Roger Bürgler)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

24.03.2016

Webcode

schwyzkultur.ch/ESsmNp