Raphael Tschümperlin bringt seinen selber komponierten Jazz und Swing auf die Bühne. Bild: PD
Raphael Tschümperlin bringt seinen selber komponierten Jazz und Swing auf die Bühne. Bild: PD

Musik

Ibächler Trompeter erzählt spielend Geschichten von einem Schaf

Raphael Tschümperlin spielt sein Programm «Schaf Ahoi» in drei verschiedenen Lokalitäten der Region.

«Es war einmal ein Schaf. Ein junges.» So beginnt die Geschichte von Raphael Tschümperlin. Er hat sie – wie von einem Geistesblitz getroffen – innert kürzester Zeit niedergeschrieben. «Und dies, obwohl ich in der Schule nie gerne Texte schrieb», lacht der 27-Jährige. Die Musik zu der Geschichte hat er beinahe im Schlaf oder zumindest kurz vor dem Schlafen komponiert. Das Komponieren geht ihm leicht von der Hand. «Oft kamen mir die Ideen, wenn ich nicht einschlafen konnte. So stand ich auf und schrieb innerhalb kürzester Zeit das Grundgerüst für ein Lied.» Aus Text und Liedern entstand das Projekt «Schaf Ahoi». Mit diesem war auch das Thema der Bachelor-Arbeit von Raphael Tschümperlin klar. Der Student der Zürcher Hochschule der Künste wird eine abgespeckte Version von «Schaf Ahoi» als bewertetes Bachelor-Konzert aufführen.

Fröhliche Mischung aus Jazz und Blues


Die Geschichte und Musik von «Schaf Ahoi» werden aber auch dreimal in Schwyz zu hören sein. Am 14. Mai im «Hirschen», am 22. Mai im Kino MythenForum und am 28. Mai im Chupferturm. Auf das Erlebnis im Kino freut Raphael Tschümperlin besonders. «Es hat eine fantastische Akustik in diesem Saal», sagt er. Wenn immer möglich, werden Raphael Tschümperlin und seine Mitmusiker Mischa Frey (Bass), Florian Pezzatti (Akkordeon) und Paul Grimshaw (Drums) ohne Verstärker spielen. Die Geschichte rund um das Schaf bringen sie mit einer fröhlichen Mischung aus Jazz und Blues auf die Bühne. «Ich schreibe keinen komplizierten Jazz. Es ist gehörfälliger Happy-Sound, der bei der Zuhörerin oder dem Zuhörer eine positive Stimmung auslösen soll», sagt er. Die Geschichte, die der Trompeter an den Anlässen und zwischen den Stücken gleich selber vorlesen wird, handelt von einem Schaf, das sich in seiner Haut nicht wohlfühlt. Es wird gemobbt, ausgelacht. Deswegen wandert es los. Es wandert, und es fährt mit dem Schiff. Es trifft auf fremde Schafe. Es arbeitet mal in einer Küche, dann ist es wieder auf Reisen. Bis es einen Ort findet, wo es sich wohlfühlt. «Meine Freundin meint, dass die Geschichte viel mit meiner Persönlichkeit zu tun habe», sagt Raphael Tschümperlin. «Es ist nicht so, dass ich gemobbt wurde... aber vermutlich hat schon das eine oder andere mit mir zu tun.» Die Musik zur Geschichte untermalen einzelne Szenen.

Nach der Automechaniker-Lehre das Studium


Raphael Tschümperlin ist in Ibach aufgewachsen. Bereits sein Vater spielte Cornet in der Musikgesellschaft Ibach. «Ich selber wollte schon im Kindergarten Trompetenspieler werden», sagt Raphael Tschümperlin. Der gelernte Automechatroniker spielte denn auch in seiner Freizeit jahrelang Trompete bei der Brass Band Ibach. Auch in der Militärmusik konnte er sein Spiel noch verbessern. Schliesslich entschied er sich fürs Studium an der Zürcher Hochschule der Künste, wo er nun den Bachelor macht. Neben Trompete spielt er Klavier und Kontrabass.

Hinweis


Für den Anlass im Kino MythenForum muss unbedingt über die Kinobetreiber-Seite reserviert werden, da der Anlass im offiziellen Kinosaal gestuhlt stattfinden wird.

Bote der Urschweiz / Nicole Auf der Maur

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

05.05.2022

Webcode

www.schwyzkultur.ch/uJYFkJ