Andrin Gamma (links) mit Roli Ulrich beim Vorbereiten.
Andrin Gamma (links) mit Roli Ulrich beim Vorbereiten.
Iffelenchef Hanstoni Gamma (links) und René Räber, Präsident der St. Niklausengesellschaft Küssnacht, während der Anlieferung der Infuln. Bilder: Edith Meyer
Iffelenchef Hanstoni Gamma (links) und René Räber, Präsident der St. Niklausengesellschaft Küssnacht, während der Anlieferung der Infuln. Bilder: Edith Meyer
Zu den fleissigen Helferinnen zählten auch Alexandra Lottenbach (von links) und Simone Küenzi. Die grossen Iffelen sind bis zu 15 Kilogramm schwer.
Zu den fleissigen Helferinnen zählten auch Alexandra Lottenbach (von links) und Simone Küenzi. Die grossen Iffelen sind bis zu 15 Kilogramm schwer.

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Volkskultur

Iffelenchef steht bis zur Infula unter Strom

214 Infuln stehen parat für die Ausstellung Infula im Tunnel Burg. Eine Glanzleistung von Hanstoni Gamma und seinen Helfern.

Hanstoni Gamma hat das Ressort Infuln bei der St. Niklausengesellschaft Küssnacht unter sich. Er nahm am Samstag mit 25 Helferinnen und Helfern im Schulhaus Ebnet 214 Infuln von ihren Besitzern entgegen. Jede Iffele wurde registriert, gewogen und gemessen.

700 Backofenlampen in die Infuln montiert

Danach wurden 700 Backofenlampen in die Infuln montiert. Je nach Grösse der Iffele brauchte es bis zu fünf Lampen und viel Draht. «Die kleinste Inful ist 50 cm hoch, die grösste 2,60 Meter. Die älteste ist von 1917 und wurde vom Sternen-Franz gebaut», sagte Hanstoni Gamma. Er selbst hat mit seiner Familie 20 grosse und kleine Infuln gebaut. «Die Infuln bleiben bis zur Ausstellung im Schulhaus unter Verschluss», betonte Gamma. Der Vorstand der St. Niklausengesellschaft Küssnacht sei sehr dankbar, dass die Kunstwerke zur Verfügung gestellt worden seien, denn die meisten Infuln seien in Privatbesitz. Der St. Niklausengesellschaft gehören lediglich 15 ältere Infuln, die auch an der Ausstellung gezeigt werden. «Zudem hat es zwei neue Infuln, die noch nie am Umzug gezeigt wurden», freut sich Gamma. Lob fand der Iffelenchef auch für die ehrenamtlichen Küssnachterinnen und Klausjäger, die die Ausstellung vorbereiten. «Es herrschte den ganzen Tag eine motivierte, schöne Stimmung.» Und die Spannung steige. Die Tradition, dass die Generalversammlung der St. Niklausengesellschaft am 28. November stattfindet, wird beibehalten. Am Freitagmorgen, 29. November, um 5.30 Uhr wird die Infulnausstellung auf 500 Paletten eingerichtet. Dafür zuständig sind sechs Infulnchefs mit jeweils zehn Helfern. «Es sind alles coole Leute», so Gamma. Eine hervorragende Zusammenarbeit fand mit Kurt Waber, Projektleiter des Tunnels Burg, statt. «Denn für die Ausstellung brauchte es eine Bewilligung vom Tiefbauamt des Kantons Schwyz», betonte Gamma. Eine grosse Herausforderung war die Stromzufuhr für die Beleuchtung der Infuln. Die Trafostation des Tunnels befindet sich im Süden (Räbmatt), der Tunnel wird nur von dieser Seite mit Strom versorgt. Die Ausstellung wird im Portal Nord durchgeführt. «Darum mussten wir separate Zuleitungen legen», erklärte Gamma.

Filigrane Kunstwerke im abgedunkelten Tunnel

Die Bevölkerung erwartet am kommenden Wochenende ein einmaliges Erlebnis. Die 214 Infuln werden in einer Choreografie von Alter, Formen und Grössen zusammengesetzt. Die Kunstwerke bieten den Besucherinnen und Besuchern im abgedunkelten Tunnel Burg auf 250 Metern Länge ein mystisches Lichtspektakel. Der Betrachter kann die filigranen Objekte aus nächster Nähe bewundern und erhält ein Bild einheimischen Iffelenschaffens. Akustisch untermalt wird das Ganze von der Chlausenmelodie «Mänz, Mänz, Mänz! Bodefridimänz!», den Klängen der Treicheln und dem Knallen der Geiseln. Eine Festwirtschaft, Schautafeln und ein Stand mit Erinnerungsobjekten runden die Ausstellung Infula ab.

Hinweis Programm:

Infula, Tunnel Burg, Südumfahrung, Küssnacht. Freitag, 29. November, 14 bis 17 Uhr geöffnet für Schulen, 19 bis 21 Uhr geöffnet für Besucher. Samstag, 30. November, 10 bis 21 Uhr geöffnet für Besucher. Sonntag, 1. Dezember, 10 bis 15.30 Uhr geöffnet für Besucher. Es wird empfohlen, mit dem öffentlichen Verkehr anzureisen.

Bote der Urschweiz / Edith Meyer

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Brauchtum / Feste
  • Dies & Das

Publiziert am

26.11.2019

Webcode

schwyzkultur.ch/6x3ME5