Urchiger Jodlerabig: Unter dem Motto «Heiteri Stundä» begeisterte der Jodlerklub Illgau zahlreiche Freunde des Jodelgesangs. Bild Guido Bürgler
Urchiger Jodlerabig: Unter dem Motto «Heiteri Stundä» begeisterte der Jodlerklub Illgau zahlreiche Freunde des Jodelgesangs. Bild Guido Bürgler

Musik

Paar komponierte Jodellied

Zahlreiche Freunde des Jodelgesangs besuchten am Wochenende den Jodlerabig in Illgau. Er stand unter dem Motto «Heiteri Stundä». Höhepunkt des breit gefächerten Programmes war die Uraufführung eines Jodelliedes.

Am Samstagabend und Sonntagnachmittag befand sich das Bergdorf fest in der Hand der Jodlerfreunde. Grund war der Jodlerabig des Jodlerklubs Illgau in der Mehrzweckhalle Ilge. Dort konnte Präsident Xaver Bürgler insgesamt 950 Personen begrüssen.

Glattalp als Bühnenbild

Das Bühnenbild zeigte die Glattalp, davor eine Kapelle und Holzbrücke in herbstlicher Landschaft. In dieser prächtigen Umgebung wirkten die Auftritte der Jodlerinnen und der Jodler besonders naturnah und bodenständig. Nebst einigen traditionellen Naturjüüzli gab der Jodlerklub im Laufe des Abends folgende Lieder zum Besten: «Mi Jugendzyt» (von Paul Schreiber), «Dr Wildhüeter» (Edi Gasser) und «Dr Schwyzerbueb», komponiert von Alois Bürgler, genannt «Dörigs Wysel». Der Illgauer Bursche diente in den 1880er-Jahren als Schweizergardist und wanderte dann nach Frankreich aus. In seinem Lied schildert er eindrücklich, wie es ihm in der Fremde als Knecht erging.

Uraufführung

Höhepunkt des vielseitigen Jodlerabigs war jedoch die Uraufführung des Jodelliedes «Ä heiteri Stund». Die Melodie des gefälligen Liedes wurde von Dirigent Paul Bürgler komponiert. Der Text stammt von seiner Frau Theres. Darin heisst es unter anderem: «Zeig andrä die Freud, bhalt nid alls für dich.» In Anlehnung an diese Neukomposition hatten die Jodler «Heiteri Stundä» zum Motto des Jodlerabigs 2011 gewählt.

Viel Musik geboten

Ergänzend zum Jodlerklub traten auch ein paar kleinere Jodler- und Ländlermusikformationen auf, deren Mitwirkende alle aus den Reihen des Jodlerklubs oder dessen Umfeld stammten. Dies waren die Muulörgeligruppe Illgau, die Jodlerfamilie Betschart vom Oberhasen mit dem erst zweieinhalbjährigen Musikanten Cyrill, weiter das Jodelduett Xaver und Yvonne Bürgler, die Blockflötenspielerin Daniela Föhn-Betschart, die Nachwuchsländlermusikanten Erich und Armin Bürgler sowie ein kleines A-cappella- Chörli und ein grösseres Jodlerchörli. Gut gefielen dem Publikum auch die Gäuerlergruppe, die Ländlermusikanten des Jodlerklubs (11 Personen) sowie der Auftritt der jüngsten Klubmitglieder, welche im Takt zur Musik Sensen «dängelten». Das Publikum zeigte sich begeistert und verlangte – wie schon zuvor bei einigen anderen Darbietungen – eine Zugabe.

Humorvolle Einlagen

Abwechselnd zu den gesanglichen und instrumentalen Vorträgen wurden einige Witze erzählt und vier amüsante Sketches geboten. So sorgten nicht nur drei elegant gekleidete «Tenöre» für Furore, sondern auch «Ä gstresstä Jodler uf em Buurehof» und «vier Bergvagabunden». Ebenfalls herzlich lachen konnte das Publikum bei einem Sketch des Senior-Jodlers Toni Bürgler, welchem der Flug zum Mond gründlich missglückte. Bevor das letzte Naturjüüzli angestimmt wurde, dankte Xaver Bürgler den vielen Helfern, insbesondere der Feuerwehr Illgau, für das Führen der Festwirtschaft. Nach dem Samstagabend-Programm und der Auflösung der Tombola spielte das bekannte Ländlertrio Imholz-Betschart-Heinzer zum Tanz auf.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

25.10.2011

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schwyzkultur.ch/QyTh5n