Eine Augenweide waren die 50 leuchtenden Infuln, die allesamt Kunstwerke mit einer sehr grossen Ausstrahlung sind.
Eine Augenweide waren die 50 leuchtenden Infuln, die allesamt Kunstwerke mit einer sehr grossen Ausstrahlung sind.
Der Samichlaus ist natürlich die Hauptperson am Klausenumzug. Im Dorfzentrum Immensee beklatschten zahlreiche Besucher seinen Auftritt. Bilder Christoph Jud
Der Samichlaus ist natürlich die Hauptperson am Klausenumzug. Im Dorfzentrum Immensee beklatschten zahlreiche Besucher seinen Auftritt. Bilder Christoph Jud

Volkskultur

Klausjagen im familiären Rahmen

Die Klausenzeit ist vorbei. Zurück bleibt für viele Einwohner des Bezirks Küssnacht die Erinnerung an das Klausjagen. In Immensee wirkten 230 aktiv mit.

Am St. Nikolaustag ging für viele Einwohner des Bezirks Küssnacht eine der schönsten Zeiten im Jahr zu Ende. Für die Erwachsenen – und auch für die Schulkinder – bedeutet die Samichlauszeit vor allem Klausjagen. Dieses findet einerseits in einem sehr grossen Rahmen im Bezirkshauptort statt, aber auch in der Filiale Immensee wird dieser Brauch mit grossem Enthusiasmus in einem kleineren, familiären Rahmen hochgehalten.

650 Chlausensäckli verteilt

Der grösste Spassverderber an einem Klausjagen ist die Nässe. Die kunstvoll gefertigten Infuln – oder umgangssprachlich auch Iffelen genannt – sind aus Papier und Karton gefertigt. Nässe infolge Regen oder Schneefall kann diese arg beschädigen. Zu Beginn des diesjährigen Klausjäger-Hauptumzugs vergangenen Freitagabend in Immensee fiel Nieselregen. Das bewirkte, dass im ersten Teil des Umzugs – auf der Route Bahnhof–Eichli–Bethlehem – zahlreiche nässeresistente Trychler und Geislechlepfer den Samichlaus eskortierten, aber lediglich 6 Iffeleträger. Nach der Pause hörte der leichte Regen auf, und von da gesellten sich 44 weitere Iffelen zu einem stattlichen Teilnehmerfeld. Mit 50 Iffeleträgern und -trägerinnen, 118 Trychlern, 19 Geislechlepfern, 19 Musikanten und dem Samichlaus mit 2 Schmutzli bildete sich ein stolzer Umzug. Am Wegesrand und im Dorfzentrum erfreuten sich viele Zuschauer an dem Spektakel in der dunklen Nacht. Vom vergangenen Mittwoch bis Freitag war der Samichlaus in Immensee fleissig unterwegs und besuchte die Kinder zu Hause. Insgesamt 650 Chlausensäckli mit leckerem Inhalt verteilte der gütige, weissbärtige Mann an diesen drei Tagen.

Bote der Urschweiz (Christoph Jud)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

07.12.2015

Webcode

schwyzkultur.ch/Y5bWpC