Inthronisation: Markus Henseler bei der Entgegennahme des Zunftstabs.
Inthronisation: Markus Henseler bei der Entgegennahme des Zunftstabs.
Platzkonzert: Zum Fasnachtsstart war den ganzen Abend im Dorf viel los. Im Bild die Rigigusler als Gastguugge. Bilder Patrick Kenel
Platzkonzert: Zum Fasnachtsstart war den ganzen Abend im Dorf viel los. Im Bild die Rigigusler als Gastguugge. Bilder Patrick Kenel

Volkskultur

Markus Henseler neuer Zunftvater

Das 60-Jahr-Jubiläum der Lichtlöscherzunft hat den Immenseer Fasnächtlern Spass gemacht. Mit dem neuen Oberhaupt, Zunftvater Markus Henseler, und seinem Motto «Es gid nüd, was nid gaht» soll es so weitergehen.

Am Zunftbot vom Freitag strichen sowohl Zunftmeister Diego Meyer als auch der letztjährige Zunftvater Fredy Schnüriger das Fest vom 27. Januar 2012, mit dem der runde Geburtstag gefeiert wurde, als Höhepunkt hervor. Schnüriger: «Ich habe viele emotionale Erinnerungen an eine geniale Fasnacht. Dem OK kann ich nicht genug danken, allen voran Röbi Schibig fürs Essen.» Begeisterung lösten bei ihm zudem die Fasnachtsanlässe mit den Primarschülern aus, welche ihn auch später noch das Zunftvaterlied hören liessen. Wie in der rückblickenden Tonbildschau zu sehen war, konnten die Jubiläumsanlässe alle bei schönstem Wetter durchgeführt werden.

Alteingesessener Immenseer

Wie Schnüriger festgestellt hat, ist das Dorf erstmals seit längerem an der Fasnacht baustellenfrei: «Könnt ihr ernsthaft Fasnacht machen ohne Baustelle?», fragte der künftige Zunftweibel in die Runde. Damit wird sich Nachfolger Markus Henseler auseinandersetzen müssen. Er wurde vom Zunftrat sowohl als Katzenliebhaber als auch als Naschkatze beschrieben. Beruflich ist Henseler Immobilienunternehmer, seine Zunftverbindungen reichen daher auch bis ans Zürcher Sechseläuten. Das Amt des Zunftvaters in seinem Wohn- und Heimatort Immensee übernimmt Henseler, zehn Jahre nach Bruder Kilian, sehr gerne. Den Abschluss der Fasnacht bildet auch unter ihm der Güdeldienstag.

Zwei neue Zunfträtinnen gewählt

Vor der Verkündung des neuen Oberhaupts mussten der Zunftrat, der weiterhin von Zunftmeister Diego Meyer präsidiert wird, und die Kasse in Ordnung gebracht werden. Diese schloss trotz Jubiläum sehr gut. Statt dem budgetierten Minusbetrag von 2900 Franken fehlten am Ende nur 213 Franken in der Kasse. Zwei neue Zunfträtinnen, Erna Inderbitzin und Irène Margiotta, kümmern sich zusammen ums Material. Letztere ist eine Neuzuzügerin aus Seewen, die sich als waschechte Fasnächtlerin für dieses Amt zur Verfügung gestellt hat. Der bisherige Materialchef Marcel Toggenburger wird dadurch neu zum Umzugsleiter. Da die bisherige Plakettenserie mit Fasnachtsmotiven zu Ende geht, möchte die Zunft 2014 ein neues Abzeichen präsentieren, das wiederum Sammlerwert haben soll. Auf Metallplaketten wird dagegen aus Kostengründen verzichtet. Draussen auf dem Dorfplatz liessen es währenddessen die Immogeister und weitere Guuggenmusigen krachen und feierten eine intensive Fasnachtseröffnung, zu der sich nach dem Zunftbot auch die Lichtlöscher gesellten.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

14.01.2013

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schwyzkultur.ch/2cDAn5