Insgesamt 25 Iffelen wurden in der Kirche St. Peter und Paul in Küssnacht ausgestellt. Die Sternen-Iffele (rechts oben) hat die Küssnachterin Ladina Gamma restauriert. Bilder: Melanie Schnider
Insgesamt 25 Iffelen wurden in der Kirche St. Peter und Paul in Küssnacht ausgestellt. Die Sternen-Iffele (rechts oben) hat die Küssnachterin Ladina Gamma restauriert. Bilder: Melanie Schnider

Volkskultur

In über 1400 Stunden Iffelen restauriert oder neu gebaut

14 Küssnachter bauten elf neue Iffelen, drei wurden restauriert. Die Kunstwerke sollen am Umzug des Klaustags 2021 gezeigt werden.

«Nach dem Lockdown erstellten wir ein Covid-19-Schutzkonzept für den Bezirk, um den Iffelen-Baukurs durchführen zu können», sagt Hanstoni Gamma, Iffelen-Chef der St. Niklausengesellschaft Küssnacht. Mitte Juni startete der Kurs unter der Leitung von Hanstoni Gamma, Pirmin Lottenbach und Roli Ulrich. 14 Küssnachterinnen und Küssnachter trafen sich 15 Mal im Schulhaus Ebnet und arbeiteten, verteilt in drei Werkräumen, an ihren Kunstwerken. Eine Iffele zu bauen, erfordert Geduld, Zeit, Ideen und eine ruhige Hand. Während über 1400 Stunden wurden elf neue Iffelen gebaut und drei Iffelen restauriert. Ladina Gamma, die Tochter von Hanstoni Gamma, restaurierte eine alte Sternen-Iffele aus den 1940er-Jahren. Die Iffele wurde der St. Niklausengesellschaft Küssnacht von Walter Ulrich aus Udligenswil vermacht. «Für die Restauration dieser Iffele brauchte Ladina rund 150 Stunden», erzählt Hanstoni Gamma. Für den Bau einer kleinen Iffele benötige man rund 100 Arbeitsstunden. «Alle Kursteilnehmer haben mit vollem Elan gearbeitet, in der Hoffnung, dass sie die Iffelen am Umzug tragen können. Nachdem die St. Niklausengesellschaften in Absprache mit dem Bezirksrat Küssnacht entschieden haben, die Umzüge am Abend des 4. Dezembers abzusagen, wurden die Iffelen am letzten Wochenende in der Pfarrkirche Küssnacht ausgestellt. «Leider können die Iffelen erst nächstes Jahr am Umzug gezeigt werden. Auch den traditionellen Abschlussabend mit allen Iffelen- Erbauern wollen wir nächstes Jahr nachholen», sagt Hanstoni Gamma.

Bote der Urschweiz / Edith Meyer

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

02.12.2020

Webcode

www.schwyzkultur.ch/PKkF63