Der Kulturring ist ein in 18 Karat Gold gefasster Bergkristall. Er wurde an der Schwyzer Minimale von einer anonymen Kunstfreundin eingereicht. Bild: PD
Der Kulturring ist ein in 18 Karat Gold gefasster Bergkristall. Er wurde an der Schwyzer Minimale von einer anonymen Kunstfreundin eingereicht. Bild: PD

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Jetzt soll Regierungsrat Stähli einen Kulturring bekommen

Die Debatte um ein Kulturgesetz geht weiter: Jener Regierungsrat, der dafür sorgt, dass der Kanton ein Kulturgesetz bekommt, erhält von den Kulturschaffenden einen Ring.

Ein Podium mit Folgen: Am Sonntag traf sich im Rahmen des Schoeck-Festivals eine Gesprächsrunde. Kulturschaffende sowie Vertreterinnen und Vertreter von Kulturinstitutionen diskutierten die Frage, weshalb der Kanton Schwyz als einziger Kanton kein Kulturgesetz hat und weshalb ein solches in ihren Augen notwendig wäre («Bote» von Dienstag). In einem Interview mit dieser Zeitung reagierte Regierungsrat und Kulturdirektor Michael Stähli scharf. Er nahm kein Blatt vor den Mund, sprach unter anderem von einem «schöngeistigen Podium» und führte aus, dass ein Kulturgesetz nicht nötig sei. «Diese Äusserung stösst bei etlichen Schwyzer Kulturschaffenden auf Unverständnis», heisst es nun in einer Medienmitteilung des Aktionskomitees Schwyz Kultur.

Komitee spricht von möglicher Kulturinitiative

Die Teilnehmenden am Gespräch seien sich einig gewesen, dass die bestehende Projektförderung durch den Lotteriefonds viele positive Aspekte biete und beibehalten werden sollte, heisst es weiter. Gleichzeitig sei aber betont worden, dass eine Objektförderung notwendig wäre, um «die Verbindlichkeit und Planbarkeit der Kulturakteure und -häuser zu verbessern ». Die derzeitige Abwesenheit von Objektförderung führe nämlich dazu, «dass Kulturakteuren finanzielle Mittel für die Instandhaltung ihrer Infrastruktur fehlen». Aus Sicht der Kulturakteure wäre es zielführend, den kantonalen Beitrag an eine kommunale Mitfinanzierung zu koppeln. «Dieser Ansatz hätte den doppelten Vorteil, die Kulturförderung im gesamten Kanton zu stärken und die Kosten effizient zu steuern», wird in der Medienmitteilung festgehalten. «Statt Umstände zu beklagen, bleiben wir aktiv und setzen neue Impulse », lässt sich Erhard Sigrist vom Aktionskomitee Schwyz Kultur zitieren. Das Aktionskomitee wolle die Diskussion nicht eskalieren lassen, sondern vermitteln. Um den Kulturminister zu motivieren, habe das Komitee deshalb beschlossen, zukünftig einen Kulturring zu verleihen. Diesen Ring soll jenem Regierungsratsmitglied überreicht werden, welches dem Amt für Kultur vorsteht, wenn das zukünftige Kulturgesetz in Kraft tritt. Sigrist ergänzt: «Wir würden uns freuen, wenn das Michael Stähli ist. Dafür sind wir gerne bereit, eine Kulturinitiative zu starten.»

Bote der Urschweiz / Jürg Auf der Maur 

Autor

Bote der Urschweiz

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Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

09.09.2023

Webcode

www.schwyzkultur.ch/Pdk1cW