Daniel Diethelm neben einem seiner Kunstwerke. In der Hand hält er sein Kinderbuch «Katovski und die Werschweine». Bild Sabrina Grüebler
Daniel Diethelm neben einem seiner Kunstwerke. In der Hand hält er sein Kinderbuch «Katovski und die Werschweine». Bild Sabrina Grüebler

Kunst & Design

Künstlerisches Schaffen als Ventil

Im temporären Kunsthaus in Lachen fand dieses Wochenende die erste Vernissage von Daniel Diethelm statt.

Der Künstler und Bauprojektleiter Daniel Diethelm verriet an der Vernissage im temporären Kunsthaus in Lachen, dass er nur nervös war, bis er gewusst hatte, das alles klappen wird. «Danach war nur noch die Familie nervös », ergänzte er lachend. Denn wie er erzählte, steht seine Familie immer hinter ihm. So machte Daniel Diet-helms Schwester sein Marketing und seine Frau buk die Kuchen für seine Vernissage. Der Künstler präsentierte an seiner ersten Vernissage nicht nur diverse Gemälde aus den letzten zehn Jahren, sondern gab auch bekannt, dass er seit derselben Zeit an einem Kinderbuch arbeite, welches er bis Ende Mai fertigzustellen gedenkt. Nebst den Bildern, die aus dem Kinderbuch stammen, stellt Daniel Diethelm diverse andere Kunstwerke aus. Darunter zum Beispiel ein Werk aus Beton, welches 25 Kilo wiegt.

Kunst muss keinen Sinn ergeben


Zur Frage, was denn sein Stil sei, sagte der Künstler, dass er keinen habe. Er verwende die Kunst gerne als Ventil. Wenn ihn etwas beschäftige oder er eine Frage im Kopf habe, dann möchte er dies auch kreativ verwenden können. So bemerkte Daniel Diethelm, als er die Werke erstmals zusammen in einem Raum ausgestellt sah, dass sein Beruf mit eingeflossen und alles irgendwie in einem gemeinsamen Thema eingebettet ist. «Kunst ist da, um keinen Sinn zu ergeben», sagte Daniel Diethelm. Der Künstler spricht nicht nur davon, Unverständliches zu erschaffen, sondern erschuf tatsächlich sein eigenes Alphabet, welches auf diversen seiner Kunstwerke zu sehen ist. Er liebt das Handwerkliche an der Kunst und mit verschiedensten Materialien zu arbeiten. So verwendet Diethelm oftmals drei bis vier verschiedene Materialien in einem einzigen Kunstwerk. Von Leinwand über Acrylglas zu Spiegeln und sogar «Schoggipapierli», welche die wie aus Blattgold wirkenden Blätter auf den Alphabet-Kunstwerken sind. Ziel des Teilzeit-Künstlers ist es, irgendwann mit seiner Kunst einen Grossteil seines Lebens finanzieren zu können.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger / Sabrina Grüebler

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

11.04.2022

Webcode

www.schwyzkultur.ch/3ZDSyQ