Wetterschmöcker-Sandstrahler Peter Suter wird von Josef Bürgler interviewt. Bild Andreas Seeholzer
Wetterschmöcker-Sandstrahler Peter Suter wird von Josef Bürgler interviewt. Bild Andreas Seeholzer

Bühne

Eine weisse Weihnacht ist prophezeit

Die Wetterschmöcker prophezeiten im Theater Duo Fischbach eine weisse Weihnacht. Dies mit einer grossen Portion Humor.

Josef Bürgler führte am Mittwoch gewohnt wortwitzig durch das Programm. Angekündigt waren die «Original Muotathaler Wetterschmöcker mit Spezialprogramm & Film». In einem ersten Teil stellten sich die vier anwesenden Schmöcker vor, immer mit einer kleinen filmischen Einleitung und gespickt mit Witzen. Im zweiten Teil erklärten die Propheten, auf was sie schauen, um das Wetter zu bestimmen. Schliesslich kam es zu den einzelnen Wettervorhersagen. Und dabei waren sich die vier anwesenden Schmöcker in einem Punkt einig: Es wird eine weisse Weihnacht geben.

Peter Suter als Ältester

Peter Suter, Sandstahler, wurde am Karfreitag 1927 geboren. In seiner Familie habe man immer gewetteifert, wie das Wetter wird. Als Erstes lernte er von seinem Vater, auf die Ameisen zu schauen. Als 20-Jähriger war er einer der Gründungsmitglieder des Vereins. Etwas jünger ist der Tannzäpfler Alois Holdener. Der Forstwart lernte eine Tochter des Sandstrahlers kennen, und so kam es, dass er gerne gegen die Prognosen Suters «gezündet» hat. Seine erste Prognose habe er auf einen Bierdeckel geschrieben, leider traf diese Vorhersage nicht zu, «ich wurde Letzter ». Auch Kari Hediger wurde mit seiner ersten Prognose Letzter. Hediger prophezeit seit fünf Jahren und ist damit jüngstes Mitglied. Der Küssnachter Hediger hat «auf dem Schulweg mehr gelernt als in der Schule» und schaut für seine Prognosen auf die Weinbergschnecken. Nebst den Schnecken, deren Schleim er für seine Prognose kostet, kaut er auch Holzspäne. Diese behält er manchmal einen ganzen Tag lang im Mund und beachtet dabei genau den «Gout». Interessant: «Eiche seikelt.» Beim Holzen schaut er auf die Baumrinde. Hat diese einen dicken Bast, gibt es einen heissen Sommer.

Bart von Geburt weg

Martin Holdener, Musers, wurde 1962 auf der Haggenegg ob Schwyz geboren. Mit einem Witz erklärte er seine Geburt, und dass er da schon einen Bart gehabt habe. Der Vater habe gemeint, er habe bei der Geburt der Mutter «das Futter rausgezerrt». Martin Holdener schaut bei seinen Prognosen auf die Mäuse, aber auch auf Würmer und den Wind. Wenn sich in einem Winter die Mäuse zu tief unter dem Schnee aufhalten, verlässt sich Musers auf seinen Bart. Mit diesem kann er nämlich die Wetterfühligkeit der Frauen orten. Hat er eine wetterfühlige Frau aufgespürt, beobachtet er diese genau. Kürzlich hat er eine derart fühlige Frau getroffen, dass es ihm den Bart fast mit einem «Flauck» verbrannt hatte. So weit kam es zum Glück aber nicht, Musers hatte im ausverkauften Saal des Theaters Duo Fischbach noch alle Haare im Gesicht.

Bote der Urschweiz (Andreas Seeholzer)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

04.12.2015

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schwyzkultur.ch/C8DJkZ