Der bewaffnete Hausbesitzer Siegenthaler (ganz rechts) hat die Einbrecher unter Kontrolle und wartet nun auf den angeforderten Kriminalbeamten. Bild: Christoph Jud
Der bewaffnete Hausbesitzer Siegenthaler (ganz rechts) hat die Einbrecher unter Kontrolle und wartet nun auf den angeforderten Kriminalbeamten. Bild: Christoph Jud

Bühne

Gaunerkomödie erheitert Gemüter

Das Gselle-Theater Küssnacht eröffnete die neue Saison mit einer ausverkauften Premiere. Eine Ansammlung von Einbrechern am gleichen Tag im selben Haus führt zu brenzligen Situationen.

276 Personen liessen sich am Samstagabend die Premiere des neuen Stücks des Gselle-Theaters Küssnacht nicht entgehen. In rund 35 Proben haben die elf Schauspielerinnen und Schauspieler ein amüsantes Stück einstudiert. Es ist das 12. Stück des Gselle-Theaters unter der Regie von Sonja Hofmann-Notz. Es handelt sich um eine Gaunerkomödie in drei Akten, wobei nur eine Pause eingebaut ist. Für drei Mitwirkende war es die erste feste Rolle in einem auf der Küssnachter Monséjour-Bühne aufgeführten Stück, nämlich für Laura Pfrunder als Hausangestellte Katja, Cédric Weiss als Gärtner Gian und Jonas Durrer, der Chrigel Bleiker, den Knastbruder des Ganoven Oskar Kohler (Samuel Lütholf) spielt.


Es fällt ein Schuss, und ein Tresor wird mit lautem Knall gesprengt


Die Schwierigkeiten für die Spielenden liegen in diesem Stück hauptsächlich bei der Koordination der Einsätze. Da sich vier Einbrecherpaare zeitgleich im Haus aufhalten, diese einander jedoch von Anfang an über längere Zeit nicht begegnen dürfen, wird höchste Disziplin bei den Einsätzen verlangt. Die Bühnentechniker waren auch speziell gefordert. Während des Stückes sprengt der Ganove Oskar den Tresor im Büro des Hausbesitzers. Dabei kommt es zu einem lauten Knall. Aber auch der von Oskar abgefeuerte Schuss aus einer Pistole, bei dem ein Bild an der Wand getroffen wird, in der Wand ein Loch entsteht und das Bild auf den Boden fällt, fordert die Pyrotechnikkunst der Bühnenverantwortlichen heraus.


Die Hausbesitzer treffen auf ungebetene Gäste


Die Handlung in Kürze beschrieben: Das Ehepaar Bruno und Sylvia Siegenthaler (Kari Gnos und Sabine Dössegger) ist verreist. Die Hausangestellte Katja und Gärtner Gian kehren unerlaubt ins verwaiste Haus zurück. Die Nachbarn Albert und Hedy Neumann (Uwe Dobroczewski und Irene Unternährer) betreten ebenfalls das Haus, um geliehene Geräte zu holen. Das Velofahrer-Pärchen Max und Lisa (Mario Schmid und Carmen Fässler) sucht eine Unterkunft für eine Nacht und begibt sich auch in das Haus. Und die Knast-Ausbrecher Oskar und Chrigel brechen ebenfalls ins Haus ein. Da die Hausbesitzer vergessen haben, die Pässe einzupacken, kehren sie wieder zurück und treffen auf die vielen unerlaubten Hausbenützer. Sie rufen die Polizei zu Hilfe, worauf Kommissar Kurt Maurer (Vital Künzli) eintrifft. Maurer ermittelt, es kommt zu einem unerwarteten Ende.


Bote der Urschweiz / Christoph Jud

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

21.01.2019

Webcode

schwyzkultur.ch/pu83xk