Schöner Helgen der «Wöschwiiber»: Da hat doch einer auf der Seebodenstrasse seinen Rausch ausgeschlafen...
Schöner Helgen der «Wöschwiiber»: Da hat doch einer auf der Seebodenstrasse seinen Rausch ausgeschlafen...
Unverkennbarer Hüftschwung: «Bianchineri» imitierten Vreni Schneider.
Unverkennbarer Hüftschwung: «Bianchineri» imitierten Vreni Schneider.
Zeitungsfrau Juliette: «How goes it with the Südumfahrung weiter?» Bilder Patrick Kenel
Zeitungsfrau Juliette: «How goes it with the Südumfahrung weiter?» Bilder Patrick Kenel

Bühne

«Hed ächt de Bezirk en Häxeschuss?»

Die Alte Fasnacht bot in Küssnacht gestern einen Jahresrückblick der heiteren Sorte.

Für eine Mischung aus Lokalem und Internationalem entschied sich Megy Imhof. Als Zeitungsfrau Juliette kommentierte sie das Lokalgeschehen mit Auszügen aus der Weltpresse. Eine bistumskritische Schnitzelbank wiederholte sie prompt, nachdem sich Pfarrer Werner Fleischmann am Nachmittag etwas verspätet zur Runde im Pflegezentrum Seematt hinzugesellt hatte. Als Trudi und Erwin, die Wirte von Hürtel und Gotthard, stellten Megy Imhofs Kinder später ebenfalls Parodiekünste unter Beweis. In der Verkleidung einer Kartenlegerin namens Maria Rosa Fröhlich Shiva war Resi Trütsch unterwegs. Sie befragte die Karten und demonstrierte seherische Fähigkeiten. Unterhaltsam auch «Chresänzi und Melk», die mit Waschbrettbäuchen und einer Flasche «Chapeau Rothschild» auf dem Kopf den überstandenen Weltuntergang feierten. «Elektronik hends nid wellä, im Ständerat tüends lieber falsch zellä», gaben sie zu bedenken.

Aktualitäten

Aus aktuellem Anlass einen besonderen Lacher gab es für den «Clochard» alias Remo Röllin und seinen Spruch zum Unterschied zwischen Gott und Daniel Vasella «Gott halted sich nid für Vasella!». Laut den «Schlafchappä» ist der ganze Bezirk ein Fall für die Medizin und braucht eine happige Kur. Hierfür trugen Anita Chiani und Tochter Giulia mehrere Strophen und Refrains zur Melodie des Lieds «Dr Häxeschuss» von Ruedi Rymann vor. Die «Bianchineri», ein musikalisches Schnitzelbanktrio, zeigten sich vielseitig mit Kostümwechseln, unter anderem durfte eine Oben-ohne-Attraktion wie das Cabrio in Stans nicht fehlen. Als Leitsujet brachten sie wiederholt Vreni Schneiders «Kafi am Pischterand» ins Spiel. Um es nach so viel Einsatz gemütlicher nehmen zu können, sammelten sie gleich Unterschriften für eine Abhockerinitiative.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

18.02.2013

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schwyzkultur.ch/v6D3s2