Rhythmische Baustelle: In diesem Showblock wurden Leitern und Büchsen in den Stepptanz eingebaut. Bild Patrick Kenel
Rhythmische Baustelle: In diesem Showblock wurden Leitern und Büchsen in den Stepptanz eingebaut. Bild Patrick Kenel

Bühne

«Jede Musik eignet sich für Stepptanz»

Die 20-füssige Stepptanzformation «Flying Taps» aus Root gastierte dieses Wochenende auf ihrer Jubiläumstournee im ausverkauften Theater Duo Fischbach. In zwei Stunden bekam das Publikum viel Musik und Comedy geboten.

Begonnen wurde das Galaprogramm dort, wo man Stepptanz am ehesten vermutet: in der «Riverdance»-Show oder in einem irischen Pub, wo steifeTänzer mit den Fussspitzen auf den Boden hämmern. Bald waren auch Jazz, Swing, Rock’n’Roll und andere Tanzmusikstile an der Reihe: «Es gibt keine Musik, die nicht gesteppt werden kann», sagt Margrit Lilly, Leiterin der Stepptanzschule, die aus der Showgruppe vor 15 Jahren hervorgegangen ist. So kam das Publikum ebenfalls in den Genuss von gestepptem Hip-Hop, Diskomusik oder Ländler. Bei Letzterem konnte das Steppen mit Bödäle und Chlefeligeräusch kombiniert werden.

In Gedanken bei Michael Jackson

LillysTochter Rahel Loertscher dachte sich spezielle Michael-Jackson-Choreografien aus, welche die Gruppe stilecht mit schwarzen Jacken und Hüten sowie weissen Handschuhen aufführte. Mit den Hits «History» und «Dangerous» gedachten die «Flying Taps» des mittlerweile verstorbenen Popstars auf besondere Weise. Die einzelnen Choreografien wurden mit mehrminütigen Videoclips eingeleitet, die das Publikum auf den neuen Showblock einstimmten und den Tänzerinnen und Tänzern die Möglichkeit boten, völlig andere Kostüme anzuziehen. Wie die Schrittfolgen mussten auch die Kostümwechsel lange eingeübt werden.

Zwei Luzerner Kabarettduos

Dass Stepptänzer besonders beweglich sind, versteht sich dagegen von selbst: «Muskelkater verspüre ich schon lange nicht mehr», meint etwa Roman Blöchlinger, einer der lediglich zwei männlichen Mitglieder der Showtanzgruppe. Zwischendurch gehörte die Bühne zwei Kabarettduos aus dem Kanton Luzern: Jasmin Rogenmoser und Patrick Degen als «Duo AlpeCHalb» sowie «Lili Sorglos» (Lilian Stross und Bruno Schnarwiler) demonstrierten, dass auch weniger bekannte Komikerpaare ähnliches Talent besitzen wie die Besitzer des Theaterlokals, das Duo Fischbach. Beide brachten das Publikum häufig zum Lachen, ob mit Slapstickhumor und Zauberei oder mit tiefschürfenden Liedern über Beziehungskrisen.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

01.06.2010

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