Liedermacher: Phil Summer singt deutsch. Bild Wunderzeit
Liedermacher: Phil Summer singt deutsch. Bild Wunderzeit
Zugunsten einer peruanischen Schule: Michèle Frei verkaufte eigenkreierte Mützen und Schmuck. Bild Nadja Tratschin
Zugunsten einer peruanischen Schule: Michèle Frei verkaufte eigenkreierte Mützen und Schmuck. Bild Nadja Tratschin

Bühne

Musikalische Ziele landesweit abgesteckt

Mit «Wunderzeit» und «Downstairs » holte der Verein «Offni Bühni» zwei Bands nach Küssnacht, die landesweit musikalische Ziele gesteckt haben.

«Wunderzeit» eröffnete das Konzertprogramm der vierten Band-Night. Vom ersten Ton an überzeugten die vier Musiker mit einer starken Bühnenpräsenz. Obschon das Publikum Leadsänger Phil Summer und Gitarrist Chris Sanner bereits als Duo vom Konzert des 3-Jahr-Jubiläums kannten, verhielt sich das Publikum an diesem Abend eher zurückhaltend. Viele der Gäste warteten auf die rockigerenTöne der zweiten Band «Downstairs».

Deutsch statt Züridütsch

Die meisten verfolgten «Wunderzeit» sitzend, nicht tanzfreudig, aber aufmerksam den poetisch inspirierten Texten zuhörend. Die deutsche Sprache passte sowohl zu den philosophisch gefärbten Texten als auch zu Leadsänger Phil Summer. «Es kommt nicht gut, wenn ein Zürcher auf ‹Züridütsch›-Mundart singt», meinte er dazu schmunzelnd. Wie es sich für Musiker gehört, trat auch die zweite Band «Downstairs» später als angesagt auf. Mit ihrem rockigen Underground Sound, der von treibenden Beats und fetzigen Rhythmen durchtrieben war, kamen sie beim Publikum gut an und sorgten für Stimmung. Einige Passagen klangen noch etwas ungehobelt. Dennoch sollten «Downstairs» nicht länger die Treppe in den Übungskeller runtersteigen, vielmehr aufwärts Bühne für Bühne erklimmen.

Plattform für junge Künstler



An der vierten Band-Night kamen diesmal zwei Bands zum Zuge, die nicht aus der Region stammen. Dazu kam es, weil Anna Buckingham, Künstlerbetreuerin und Präsidentin des Vereins «Offni Bühni», diesmal via Facebook für Konzertauftritte an der vierten Band-Night aufrief. Ganz nach dem Motto, wer zuerst kommt, spielt zuerst, machten «Wunderzeit» und «Downstairs» das Rennen. «Für weitere Band-Nights wollen wir vermehrt wieder regionale Bands engagieren.» Die Bühne sei nach wie vor offen für alle, insbesondere sollen aber Bands aus Küssnacht und der Region eine Plattform erhalten.

«Offni Bühni» – offen für alle

Der Gedanke des Offenseins für alle, anderes und Neues prägt nicht nur das Konzept der Anlässe. Die Mitglieder sind auch offen für andere soziale Projekte wie «Caramba». Vor Ort verkauften Michèle Frei und Steffi Lanz handgefertigte Wollmützen, Ohrringe und T-Shirts. Mit dem am Abend erzielten Erlös wird die Hilfsorganisation USDA «Una Sonrisa De Amor» – Ein Lächeln mit Liebe in Trujillo, Peru, unterstützt. Diese Hilfsorganisation wurde von Michèle Freis Eltern, den Küssnachtern Benno und Liliana Frei, ins Leben gerufen.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

18.05.2010

Webcode

schwyzkultur.ch/9kuVNw