Sorgten für beste Unterhaltung: Die sechs Stimmen von «a-live», der erfolgreichsten Comedy-a-cappella-Gruppe der Schweiz. Bild Christian Ballat
Sorgten für beste Unterhaltung: Die sechs Stimmen von «a-live», der erfolgreichsten Comedy-a-cappella-Gruppe der Schweiz. Bild Christian Ballat

Bühne

Sechs Stimmen aus sechs Nationen

Sechsstimmig, mal laut und schnell, mal leis und fein, immer mit Rhythmus, bei dem man mitgehen muss, mit Charme und pointiertem Witz: «a-live» brachte das «Fischbach»-Publikum zum Toben. Selten war Begeisterung so gross und so ausgelassen.

Sie trudeln nach und nach auf der Bühne ein, als wäre es eine Garderobe. Statt Publikum sehen die sechs eine Wand, schliesslich soll der Auftritt ja erst in etwa einer Stunde beginnen. Wieder kommt einer, wird hier herzlich, dort etwas kühler begrüsst. «Man könnte sich ja etwas warmsingen», meint einer – das Programm «backstage» beginnt. Und auch wenn das Publikum für sie noch scheinbar unsichtbar ist, so brandet der Applaus schon nach dem ersten Lied lautstark auf. Mit den ersten Tönen von «a-live» sind die Besucherinnen und Besucher gefangen in einer Welt voller Musik, sind mitgenommen auf einer Reise zwischen den 60er-Jahren und der Gegenwart, werden zu Besuchern von Harry-Belafonte- und Lady-Gaga-Konzerten und bekommen Audienzen bei «King» Elvis und bei «Prince».

Charme, Witz und Gesang

«a-live» sagt von sich, die erfolgreichste «Comedy-a-cappella-Gruppe der Schweiz» zu sein. Wer eines ihrer seltenen öffentlichen Konzerte, wie jenes vom Samstag im Theater Duo Fischbach, erlebt, stimmt dem gerne zu. Die Stimmen von Christian Ertl, Claudio Rudin alias Beatboxer «Ciaccolo», Francesco Saraceno, Jon Colbath, Shane Brady und Stephan Schaberl (seit dem Chupferturm-Auftritt auch bekannt als «Zapzarap»-Mitglied) lassen keineWünsche offen. Ihr Gesang ist exakt, facettenreich, vielklanglich und bestens aufeinander abgestimmt. Dazu kommt der Charme und Witz, mit dem sie ihr Programm vortragen. Dabei bleibt viel Platz für Spontanes, was wegen kollektiven Lachens auch mal zu einer Verzögerung im Ablauf oder einer Änderung der Ansage führt.

Von Genf bis Chur

Seit vielen Jahren ist «a-live» unterwegs, in der Schweiz, in Europa und in den USA. Meistens sind sie auf «privaten» Bühnen zu hören, weil Firmen, Konzerne, Unternehmen oder Stimmbegeisterte sie für ihren eigenen Anlass buchen. Die sechs stammen aus sechs verschiedenen Nationen – Deutschland, Italien, USA, Irland, Österreich, Schweiz – haben aber alle ihren Wohnsitz in der Eidgenossenschaft, von Genf über Beinwil im Freiamt bis Chur. Als die Stimm-Band zur Pause ihre «Garderobe» verlässt, um sich für den folgenden eigentlichen Konzertauftritt in Schale zu werfen, sind die Gäste bester Laune. Sie wurden hervorragend unterhalten und immer wieder ins Geschehen mit einbezogen. Das ändert sich auch im zweitenTeil nicht. Die Begeisterung äussert sich oft in Szenenapplaus, anerkennendem Jubel und nicht zuletzt in Standing Ovations. Die vorgesehenen zwei Zugaben reichen bei Weitem nicht – man wünschte sich, «a-live» würde die Nacht durchsingen.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

10.12.2012

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schwyzkultur.ch/UjpW88