Antonia Limacher und Peter Freiburghaus alias Lilian und Ernst Fischbach kommen mit «Endspurt» nach Lachen.  Bild zvg
Antonia Limacher und Peter Freiburghaus alias Lilian und Ernst Fischbach kommen mit «Endspurt» nach Lachen. Bild zvg

Bühne

«Wir spüren als Duo schon die grosse Konkurrenz»

Am 22. März tritt das Duo Fischbach mit seinem Programm «Endspurt» im «Das Zelt» in Lachen auf.

Sie sind seit 1987 zusammen. Wie haben Sie sich kennengelernt?

Wir haben uns anlässlich eines Theaterprojektes in Bremgarten kennengelernt und sind seither ein Paar.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, ein altes Ehepaar zu spielen?

Wir haben die beiden Figuren bei «Haruls Top Services» (komische Kellner) entwickelt und die beiden dann «verheiratet».

Praktisch alle Menschen wollen jünger aussehen, als sie sind. Sie aber machen sich älter. Warum?

Für das Projekt «schon lange verheiratetes Paar» waren wir damals zu jung. Allmählich beginnt es zu stimmen.

Woher nehmen Sie die Ideen?

Aus unserem und aller Alltag.

Was hat sich in den vergangenen fast 30 Jahren verändert?

Wir waren bei den Ersten dieser Spezies. Heute gibt es in der Kleinkunstszene leider fast nichts mehr anderes. Wir spüren als Duo schon die grosse Konkurrenz. Aber auch in unserem Theater bieten sich kaum mehr Truppen an. Nur noch Solos, einige Duos und wenige Trios. Darüber hinaus herrscht – ausser in der Musik – grosse Leere. Ein misslicher Trend.

Sie haben es gerade erwähnt: Seit acht Jahren haben Sie ein eigenes Theater in Küssnacht. Wie ist es dazu gekommen?

Die Räumlichkeiten waren unser Probelokal. Die Idee, darin ein eigenes Theater zu eröffnen, kam von Jeannette Tanner, unserer Leiterin.

Nach vier Jahren Pause sind Sie Anfang des vergangenen Jahres auf die Bühne zurückgekehrt. Warum?

Weil wir noch müssen und zum Glück auch noch können und mögen. Macht trotz ächzender Knochen immer noch sehr Spass.

Was haben Sie in diesen vier Jahren gemacht?

Wir hatten viele Privatauftritte mit dem Duo. Peter hat in vier Filmen gespielt sowie zwei Stücke geschrieben, drei inszeniert und in einem gespielt. Antonia hat die Hundetrainer-Ausbildung gemacht und widmete sich dem Reitunterricht und dem Hundetraining.

Euer Programm heisst «Endspurt». Worum geht es?

Um nichts weniger als die ereignisvolle Verwandlung eines Hauswarts-Ehepaares zum Entertainer-Duo Fischbach.

Was darf das Publikum in Lachen erwarten?

Zehn heitere und sehr abwechslungsreiche Szenen zum Thema «festliche Events» und wie es dazu kommt. Untermalt mit Livemusik, Slapsticks und Tanzeinlagen. Die Geschichte beginnt mit einem Gasmaskenseminar im Zivilschutzzentrum Sandgrube und endet mit einer veritablen Zirkusnummer, wobei allerdings die Reihenfolge leicht durcheinander gerät.

Das heisst, Sie befinden sich im «Endspurt» und gehen danach in Pension?

Wahrscheinlich schon. Eventuell folgt noch «Gnadenbrot».

Das Interview wurde schriftlich geführt.



Höfner Volksblatt und March-Anzeiger (Irene Lustenberger)

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

18.03.2015

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schwyzkultur.ch/EX7FBA