Hat man in Küssnacht noch nie gesehen: Die Klausjäger mit ihren Iffelen an einem warmen Sommerabend - ein einmaliger Hühnerhaut-Moment. Bild Christian Ballat
Hat man in Küssnacht noch nie gesehen: Die Klausjäger mit ihren Iffelen an einem warmen Sommerabend - ein einmaliger Hühnerhaut-Moment. Bild Christian Ballat

Dies & Das

Küssnacht zeigte sich von schönster Seite

«SRF bi de Lüt – Sommerfest» präsentierte am Samstag aus Küssnacht seine 50. Livesendung. Stimmung, Wetter, Gäste, Nik Hartmann, Anina Campell und Grill-Ueli zeigten sich in Höchstform.

Gegen 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Schweizer Fernsehens standen am Samstag auf dem Seeplatz in Küssnacht im Einsatz. Die zweistündige Livesendung «SRF bi de Lüt – Sommerfest» erforderte riesigen Einsatz, von Tontechnikern und Kameraleuten, Regie- und Produktionsteams, von der Sendeleitung und vom technischen Übertragungsteam. Von den meisten war während der Sendung nichts zu sehen – sie arbeiten diskret im Hintergrund. Zwischen der Generalprobe am Nachmittag und dem Moment, wo es kurz nach 20 Uhr «ernst» gilt, geschieht noch so einiges. Erfahrungen aus der Probe werden besprochen, wo nötig noch Korrekturen angebracht. Auch das Tenue wird ein anderes, wie Produzent Heikko Böhm gegenüber dem «Boten» erklärt: «Die Livesendung ist gleichzeitig der Abschluss monatelanger Vorbereitung.»Da sitze man – auch wenn es um 22 Uhr immer noch über 25 Grad warm ist – nicht in T-Shirt und kurzen Hosen im Regiewagen. Mit angepasster Kleidung werde dem Projekt so auch die nötige Würde entgegengebracht.

Gesprächsstoff

Während der Probe am Nachmittag zeigte sich das Küssnachter Publikum nur spärlich auf dem Seeplatz. Viele hatten bereits am Freitagabend die Probe besucht und kamen dann am Abend zur Sendung wieder – nicht zuletzt in der Hoffnung, es sei dann etwas kühler. Doch der Titel der Sendung «SRF bi de Lüt – Sommerfest» machte seinem Namen alle Ehre. Abkühlung gab es dank Getränken nur innerlich.Spannend war der Nachmittag trotzdem. Da die meisten Gäste der Livesendung noch gar nicht anwesend waren, übernahmen Statisten deren Platz und erzählten dann halt irgendwas. Grill-Ueli war zwar da, aber was er während der Probe erzählte, hörten die Fernsehzuschauerinnen und -zuschauer am Abend nicht: «Wenn ein Lebensmittelinspektor in einer Gastroküche eine Ameise kriechen sieht, kriegt der Wirt Ärger. Und auf der anderen Seite sollen wir neuerdings solche Viecher zubereiten und servieren.» Wenn er Insekten essen müsste, er würde zum Vegetarier, ergänzte Grill-Ueli.

Um keine Antwort verlegen

Bezirksammann Michael Fuchs war am Abend nicht um eine Antwort verlegen, als ihn Nik Hartmann als zehnte Person bestimmte, die als Armbrustschütze die Publikumsaufgabe lösen sollte. «Wir vom Bezirksrat werden hin und wieder angeschossen », meinte Fuchs schmunzelnd. In diesem Moment hatte er noch gehofft, dass Küssacht die Aufgabe gewinnen würde. Stattdessen muss er nun in nächster Zeit einmal als Apfel verkleidet den Touristen auf der Rigi Äpfel verteilen. «Ich freue mich darauf», sagte er nach der Sendung gegenüber unserer Zeitung. «Das gibt wie die Livesendung heute Abend wieder eine gute Werbung für Küssnacht und die Region.»

Gelungene Präsentation

OK-Präsident Armin Tresch zeigte sich eine halbe Stunde, nachdem die TV-Seher das Abschlussbild aus Küssnacht ausgestrahlt bekommen hatten, überaus glücklich: «Das war einfach genial.» Damit meinte er nicht nur die Liveübertragung, sondern auch die Zusammenarbeit mit der Fernsehcrew und dem lokalen OK. Für den grössten Lacher sorgte der einheimische Wätterschmöcker Kari Hediger. Das Fernseh-Meteo mache die Prognose jeweils für bis zu fünf Tagen. Die Wetterschmöcker aber für ein halbes Jahr. «Und unsere Prognosen stimmen jeweils, wenn das Wetter mitmacht.» Franz Heinzer freut sich, wenn es nach seinem TV-Auftritt wieder etwas ruhiger wird. «Es wäre mir manchmal fast gleich, wenn man mich nicht mehr überall erkennen würde», sagte der Ski-Abfahrtsweltmeister von 1991.

Bote der Urschweiz (Christian Ballat)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

28.08.2017

Webcode

schwyzkultur.ch/Zdgn9u