Mitgewirkt: Peter Freiburghaus vom Duo Fischbach (links) und Patrick Hediger von den Theaterleuten sind zwei der kleinen aber kompetenten Diskussionsrunde. Bild Bruno Facchin
Mitgewirkt: Peter Freiburghaus vom Duo Fischbach (links) und Patrick Hediger von den Theaterleuten sind zwei der kleinen aber kompetenten Diskussionsrunde. Bild Bruno Facchin

Dies & Das

Kulturräume sind vorhanden, aber…

Das Angebot an als Kulturräume bezeichneten Lokalitäten ist in Küssnacht relativ gross, doch wirklich geeignet scheinen sie nur bedingt zu sein. Zu diesem Schluss kommt eine kleine Gruppe Kunst- und Kulturschaffender.

«Wir wollen im ganzen Kanton Schwyz eine Bestandesaufnahme über vorhandene Kulturräume machen und herausfinden, ob und welche Bedürfnisse vorliegen.» Dies erklärte Regula Koch anlässlich des «Echo-Abends» vom Montag im Theater Duo Fischbach in Küssnacht. Koch ist Beauftragte des Kantons und hat bereits in Ausserschwyz und Einsiedeln drei derartige Abende durchgeführt.An diesen «Echo-Abenden» soll der Puls der Kunst- und Kulturschaffenden gefühlt und die Stimmungslage sondiert werden. Man will aber auch wissen, ob es überhaupt Sinn macht, vom Kanton etwas Zentrales zu lancieren.

Ein Trend zeichnet sich ab

Wie auch an den vorherigenAbenden liegt Küssnacht im – bisher eruierten – kantonalen Trend. Die Gruppe kommt zum Schluss, dass im Grunde genommen ein grosses Angebot an als Kulturräume bezeichneten Lokalitäten vorhanden ist. Zweifel herrscht jedoch über deren wirkliche Zweckdienlichkeit, denn Mehrzweckanlagen und Aulen beispielsweise verfügen meistens über eine mangelhafte technische Infrastruktur. «Räumlichkeiten mit zu vielen Kompromissen», wurde in einer Gruppe festgestellt. Fast gänzlich fehlen Räume, in denen Kunst entsteht und wo sich Kunstschaffende entfalten können. In Küssnacht Alternativen zu finden scheint aber eher schwierig zu sein. Ein interessanter Vorschlag für einen kleinen Schritt war jedoch die Idee einer ständigen «Mittagsgalerie» im Untergeschoss des Theaters Duo Fischbach, wo sich Künstler täglich während zwei Mittagsstunden mit ihren Werken präsentieren könnten. Für den darauf angesprochenen Peter Freiburghaus ist diese Idee umsetzbar. «Wir haben ein offenes Ohr», erklärte er. Nicht in Frage kommt, wie andernorts auch, ein zentraler Kulturraum, denn, wie es hiess, «die Küssnachter gehen traditionell nicht nach Schwyz oder umgekehrt».

Wie repräsentativ ist das Ganze?

Bis im November sollen die Ergebnisse der «Echo-Abende» in einem Bericht der Kantonalen Kulturkommission unterbreitet werden und diese würde dann entscheiden, ob entsprechende Anträge an die Regierung erfolgen werden. Diese Auswertung wird viel Fingerspitzengefühl in der Frage «wie repräsentativ überhaupt» voraussetzen, denn die Beteiligung an diesen Abenden scheint doch eher spärlich zu sein. In den Bezirken Schwyz waren lediglich 40 und in Einsiedeln sieben Besucher anwesend. Mit elf Interessierten für den Bezirk Küssnacht sind die Erwartungen wohl kaum übertroffen worden, doch die kleine Gruppe schien sehr kompetent. Sie hat sich durch eine sachliche Diskussions- und Gesprächskultur ausgezeichnet.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

23.09.2009

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schwyzkultur.ch/UsaCx9