Berauscht: Künstler Ferdinand Höhn vor einem seiner vielfarbigen Bilder.
Berauscht: Künstler Ferdinand Höhn vor einem seiner vielfarbigen Bilder.
Aus der Ägäis: In wundervollem Blau besticht dieses Werk. Bilder Dominique Goggin
Aus der Ägäis: In wundervollem Blau besticht dieses Werk. Bilder Dominique Goggin

Kunst & Design

Aufbrechen mit der Energie der Natur

Bis Anfang April lassen sich im Küssnachter Atelier Reichlin erneut Bilder des Zürcher Künstlers Ferdinand Höhn bewundern. Die neue Serie unter dem Thema «Abstrakter Expressionismus Ägäis» sind emotionale Visionen.

Es ist die dreizehnteAusstellung, welche Ferdinand Höhn an der Grepperstrasse 8 im so gediegenenAtelier bei Ernst und Urs Reichlin durchführt. Insgesamt 36 Werke hat der Zürcher Künstler mitgebracht. Gleich beim Eingang sind seine abstrakten Bilder über die Ägäis zu sehen, dieser prächtigen vielseitigen Landschaft bei der griechischen Insel Santorini, mit welcher der Maler aus unzähligen Aufenthalten her bestens vertraut ist. Sehr ansprechend wirkt auch die Nummer 8, das so farbenfrohe Bild von seinem eigenen Garten. Leuchtend ist auch die Nummer 21, aus der Ägäis, hier wird mit hellen zarten Farben der Sonnenuntergang wiedergegeben – oder die Nummer 22 «Abstrakter Expressionismus» vom selben Ort mit vielen Rottönen.

Reproduktionsfotograf und Künstler

Doch schauen wir zurück: Der 1943 in Zürich geborene Maler und Zeichner Ferdinand Höhn besuchte die Kunstgewerbeschule in Zürich. Die Liebe zum Zeichnen hatte ihm sein Vater mit auf den Weg gegeben. Neben seinem exzellenten und schmissigen Strich in der Zeichnung wie in der Malerei verfügt er über einen ausgeprägten Farbensinn. Eben dieser zeichnete ihn dann auch jahrzehntelang als hervorragenden Reproduktionsfotografen aus. Er wohnt in Otelfingen ZH, ist aber viel unterwegs.

Grosse Bilder

Wieder in der Ausstellung: Tief beeindruckend sind sämtliche Werke, welche die «Mediterrane Impression» verkörpern. Doch Ferdinand Höhn ist auch in unsern heimatlichen Gefilden fündig geworden. Die Nummer 24: Den Piz Badile hat er im Bergell in Graubünden aufgefunden.

Emotionale Visionen

Sehr gelungen auch die Nummer 25, die kleine Studie «Guarda» sowie die 27, «Bondo», im selben Kanton. Dann hängen da fantastische mit grösster Sorgsamkeit hergestellte Riesenbilder, die grossen Einsatz benötigten. Mit der Nummer 28, der grosse Vorzeigestar, die berühmte «Jungfrau» und auch betitelt «Bergwelten» der Oberbauen/Niederbauen. Die Galerie Reichlin beschreibt seine Kunstfolgendermassen: «Die Bilder sind emotionale Visionen, welche die ganze Kraft der südlichen Landschaften, das Licht, die Wärme, die Stärke atmen. Zwar finden typische, expressionistische Merkmale wie Farbe, Dynamik und Gefühl einen sehr direkten und spontanenAusdruck, kompositionell zeugen die Bilder aber von Ferdinand Höhns sicherer Ausgewogenheit «Spüren Sie die Stärke.»

Infos

Die Ausstellung in der Galerie Reichlin dauert bis und mit 2. April, Finissage 10.00–16.00 Uhr. Öffnungszeiten Montag bis Freitag, 08.00–12.00 Uhr und 13.30–18.30 Uhr. Samstag, 09.00–16.00 Uhr.

www.reichlin.ch

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

15.03.2011

Webcode

schwyzkultur.ch/bYd4H5