Zu Gast bei seinen Werken: Hans Erni vor der lebensgrossen Trilogie «Winzer», «Winzer und Winzerin», «Winzerin mit Bottichen».
Zu Gast bei seinen Werken: Hans Erni vor der lebensgrossen Trilogie «Winzer», «Winzer und Winzerin», «Winzerin mit Bottichen».

Kunst & Design

Erni mit 100 Jahren frisch und überraschend

In seinem 100. Altersjahr wählte Hans Erni für die einzige Ausstellung in der Schweiz das Küssnachter Atelier Reichlin.

«Ein persönliches Rendez-vous mit Hans Erni» lautet die Überschrift zur einmaligen Ausstellung im Atelier Reichlin. Tatsächlich war der im Februar 100 Jahre alt gewordene Künstler während der Vernissage am Samstag auch zwei Stunden anwesend.

Hunderte neuer Unikate geschaffen

Hans Erni signierte unablässig Karten, Hefte und Bücher. Dabei liess er sich immer wieder von den Begegnungen inspirieren. So kamen die zahlreichen Gäste nicht einfach zu einem Autogramm. Der Künstler zeichnete dazu eines seiner Markenzeichen – die Taube – oder skizzierte gleich ein Porträt der Person, die um ein Autogramm bat. Die Schaffenskraft des Luzerners ist ungebrochen. Und so zeigt dasAtelier Reichlin 80 verschiedene Lithographien und 40 Originale. Dabei sind noch nie gesehene Werke genauso zu bewundern wie selten ausgestellte Highlights seiner Frühwerke.

Lange Freundschaft

Dass diese besondere Ausstellung im 100. Altersjahr ausgerechnet in Küssnacht stattfindet, hat mit der jahrelangen Freundschaft der Familie Reichlin mit dem Künstler Hans Erni zu tun. Seit vielen Jahren sind im Atelier Reichlin immer wieder Erni-Bilder gezeigt worden. «Was sich so lange bewährt hat, ist auch für die Zukunft gut», betonte Hans Erni. «Es geht mir nicht darum, viele Ausstellungen zu machen.» Vielmehr wolle er nur dann an die Öffentlichkeit treten, wenn er respektive seine Bilder etwas zu sagen hätten. Was seine Werke sagen wollen, sei im Auge jedes einzelnen Betrachters wieder anders.

Die Ausstellung «Hans Erni» im Atelier Reichlin an der Grepperstrasse 8 in Küssnacht läuft noch bis zum 21. November.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

02.11.2009

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schwyzkultur.ch/nEBAPH