Iwan Hediger (links) und Yves Seeholzer haben ein neues Kochbuch herausgebracht.
Iwan Hediger (links) und Yves Seeholzer haben ein neues Kochbuch herausgebracht.
Das Kochbuch entstand auf einer Campingreise durch Westaustralien. Bilder: PD
Das Kochbuch entstand auf einer Campingreise durch Westaustralien. Bilder: PD
Asiatischer Mango-Sellerie-Salat.
Asiatischer Mango-Sellerie-Salat.

Literatur

60 Rezepte, für die man nur zwei Pfannen braucht

Zwei junge Köche aus dem Bezirk haben ein Kochbuch geschrieben. Entstanden ist es nicht am Vierwaldstättersee, sondern auf einer Australienreise.

Küssnacht hat ein neues Kochbuch: Nach gutbürgerlichen Rezepten in «Feusis Kochbuch» führt die Reise diesmal in vegetarische und vegane Gefilde. «Zwei Pfannen on the Road» heisst das Werk von Iwan Hediger und Yves Seeholzer und ist ab sofort in allen grösseren Buchhandlungen erhältlich. Im Bezirk sind die jungen Köche bekannt als frühere Betreiber der Badi- Lounge in Merlischachen. Schon dort legten die beiden Wert auf Menüs, die auch vegetarisch und vegan bestellt werden konnten. Das Kochbuch entstand allerdings nicht in der Badi-Lounge, sondern auf einer Reise im Campingbus entlang der Westküste Australiens.

Den Sommer nachgeholt und dabei ein Kochbuch geschrieben

Iwan Hediger und Yves Seeholzer hatten im Herbst 2015 vor allem eines: Nachholbedarf. «Wir suchten die Wärme, da wir als Betreiber der Badi-Lounge den Sommer nicht geniessen konnten», erzählen sie. Das Reiseziel war für die beiden schnell klar; temperaturmässig erwies sich Australien als klarer Favorit. Ziel war es, die Reise an ein Projekt zu knüpfen, und schnell waren sie bei der Idee, ein Kochbuch zu kreieren, angelangt. Zuerst liessen sich die Jungköche mehr als eine Woche im hippen Stadtteil «Freemantle» in Perth von der dortigen Küche inspirieren. Hier kauften sie auch einen Grundstock an unverderblichen Produkten, wie Hülsenfrüchte, Quinoa oder Buchweizen. «Frische Zutaten haben wir unterwegs fast überall einkaufen können, manchmal war einfach die Auswahl nicht so gross», erklärt Hediger.

Auf 60 Tellern angerichtet

Von Perth führte die Reise nach einer Süd-Schleife während sieben Wochen in Richtung Darwin. Was sich nach «Sun, Fun und kochen» anhört, war aber harte Arbeit. «Wir haben mit fünf bis sechs Stunden pro Tag erstaunlich viel am Projekt gearbeitet», sagt Seeholzer. Während der eine den Campingbus fuhr, tüftelte der andere an Rezepten. Gekocht hat meistens Seeholzer, während Hediger die Speisen danach für das perfekte Foto ins rechte Licht rückte. Irgendwann merkten sie auch, dass sie für jedes Rezept nur immer zwei Pfannen gebraucht hatten. Das wurde zum Aufhänger des Buches, das einfache Rezepte ohne «Schischi» beinhaltet, die in zwei Pfannen gekocht werden können.

Ein Drittel orientalisch-asiatisch angehaucht

Ein Drittel der Rezepte sind orientalischasiatisch angehaucht. Teller wurden für die Menüs viele gebraucht. 60 waren es an der Zahl, wovon es 50 Rezepte ins Buch schafften. «Am Anfang hatten wir nur zwei, das wäre aber mit der Zeit langweilig geworden», meinen die beiden lachend.

Bote der Urschweiz (Christian Büeler)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Literatur

Publiziert am

11.03.2017

Webcode

schwyzkultur.ch/DDvMbL