Ruth Hofer (links) und Anita Schorno signierten und verkauften ihre Bücher. Bilder: Christian Büeler
Ruth Hofer (links) und Anita Schorno signierten und verkauften ihre Bücher. Bilder: Christian Büeler
Der Samichlaus fand lobende Worte für das Buch.
Der Samichlaus fand lobende Worte für das Buch.
Die Zweitklässler sangen Lieder zum Thema Samichlaus.
Die Zweitklässler sangen Lieder zum Thema Samichlaus.

Literatur

Für das Buch kam sogar der Chlaus

Die Vernissage zu Anita Schornos neuem Kinderbuch «Nikolaus kommt» stiess auf enormes öffentliches Interesse. Selbst der Samichlaus hatte im Wald davon erfahren.

Der Singsaal im Schulhaus Seematt 1 war am Freitagabend zum Bersten voll, Sitzplätze waren rar. «Es ist meine allererste Vernissage mit solch riesigem Publikum, ich bin gerührt», antwortete Anita Schorno auf die erste Frage im Interview mit Verlegerin und Autorin Silvia Götschi vom Verlag Literaturwerkstatt, der das Buch publizierte.

«Ich habe Freude an der Gestalt des Samichlaus und an der Sicherheit, die er ausstrahlt. Er ist eine Konstante in unserer schnelllebigen Zeit», erklärte Schorno. Das Buch wurde von der Luzernerin Ruth Stofer liebevoll illustriert. Dabei hat sich die freischaffende Künstlerin von der Natur im Winter inspirieren lassen. Aus Tannenzapfen entstand etwa eine Drucktechnik für Tannen, die sich nun wie ein roter Faden durchs Buch zieht. Leicht nachzumachen für Kinder: «Das Buch soll auch zum Basteln anregen», erklärte Stofer.


Kinder bastelten Deko und übten Lieder und Gedichte

Das Buch handelt von Nikolaus, der am Vorabend des Nikolaustages die Tiere des Waldes zu sich einlädt. Diese finden es ungerecht, dass nur der Esel Nikolaus auf dem Weg zu den Kindern begleiten darf. Ausserdem entdeckt der Dachs den Esel bei einer seltsamen Arbeit. Soweit erzählte Schorno am Freitag die Geschichte.

Bereits ein bisschen vertrauter mit dem Buch sind die Zweitklässler der Lehrpersonen Esther Hueber und Ma­thias Marty. Sie erstellten im Unterricht Laternen und Deko aus Buchmotiven und schrieben ihre eigenen Geschichten zu den Illustrationen im Buch. Ihre Werke waren im und um den Singsaal ausgestellt. Auch Lieder und Gedichte zum Thema Samichlaus, die sie zuvor gemäss Esther Hueber «mit Herzblut» eingeübt hatten, trugen die Zweitklässler eloquent vor. Dass wegen der fröhlichen Lieder und tollen Gedichte auch der Samichlaus und sein Schmutzli den Weg ins «Seematt» fanden, war eine logische Konsequenz. Nachdem er den Kindern einige Fragen gestellt hatte, wusste auch er eine Geschichte zu erzählen, die vom Schmutzli und seinem Glöggli handelte. Er überreichte der Autorin, der Zeichnerin und der Verlegerin ein Lebkuchenherz und den Lehrpersonen eine Pralinenschachtel für ihre Arbeit und ihr Engagement. Am Schluss entleerte der Schmutzli den grossen Jutensack mit feinen Nüssli und Lebkuchen für die Kinder, bevor er mit dem Samichlaus loszog.

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Literatur

Publiziert am

20.11.2017

Webcode

schwyzkultur.ch/bKrfua