Mit ihrem neuen Krimi «Mord im Parkhotel»: Die Autorin Silvia Götschi freut sich, dass das Buch bei vielen Luzernern und Vitznauern Anklang findet. (Bild: Edith Meyer)
Mit ihrem neuen Krimi «Mord im Parkhotel»: Die Autorin Silvia Götschi freut sich, dass das Buch bei vielen Luzernern und Vitznauern Anklang findet. (Bild: Edith Meyer)

Literatur

Nicht nur Krimi für ins Bett

Die Küssnachter Autorin Silvia Götschi hat ihr drittes Buch veröffentlicht. «Mord im Parkhotel» ist ein Gesellschaftskrimi mit einer realen Person und echten Schauplätzen in Vitznau und Luzern.

Nach ihrer ersten Veröffentlichung «Am Anfang ist die Sehnsucht» 1999 erschienen zwei Romane «Und trotzdem nicht Olivia» und «Sonnensturm». Nun folgt ein Krimi aus der Feder von Silvia Götschi. Die Küssnachter Autorin beschreibt ihr neues, 398-seitiges Werk als ernsthaft, witzig, gesellschaftskritisch und bissig. «Die Wegbeschreibungen sind authentisch. Ich beschreibe auch reale Plätze und Gebäude in Luzern», sagt Götschi. Für ihren Gesellschaftskrimi recherchierte sie sogar innerhalb der Luzerner Polizei. «Das war eine wertvolle Erfahrung – und ich konnte viele Infos in den Krimi einbauen.»

«Schreibe aus Sicht eines Mannes»

Das Buch «Mord im Parkhotel» handelt von einem verrückten Sommer in Luzern – viel zu trocken, viel zu heiss. Eine Frauenleiche im Stadtpark. Niemand hat etwas gesehen oder gehört. Aber was tun dann die vielen mit Mobiltelefonen bewaffneten Zuschauer frühmorgens am Tatort?

Und woher hat die Reporterin der «Luzerner Zeitung» plötzlich die brisanten Neuigkeiten? Andy Walker, ein etwas verschrobener Kriminalbeamter, steht vor dem schwierigsten Fall seines Lebens. Kennt er dieTote? Welche Rolle spielt der Frührentner, der ein paar Tage zuvor auf der Treppe des Hotels Schweizerhof tot zusammengebrochen ist? Und wer ist die geheimnisvolle Fremde auf dem Friedhof? Walker fällt es schwer zu ermitteln. Geplagt von Gewissensbissen und der Angst, selber in den Kreis der Verdächtigen zu geraten, versucht er verzweifelt, allein gegen die Zeit und gegen eine fürchterliche Hitze zu recherchieren. Dabei umgeht er seine Vorgesetzten und greift zu ungewöhnlichen Massnahmen. Seine Ermittlungen führen ihn nach Vitznau. «Ich schreibe in der Ich-Form aus der Sicht eines Mannes: Diesmal versetzte ich mich in die Figur des Kriminalbeamten Andy Walker.»

Ausserdem benützt sie wiederum eine reale Person als Nebenfigur. Es ist Coiffeur Martin Emmenegger vom «The Hairclub» in Luzern. «Ich habe von ihm schriftlich die Erlaubnis dazuerhalten.» Sie studiere gerne Menschen. «Danach flechte ich ihre Charaktere in die Bücher ein und lasse meine Fantasie walten», erzählt Götschi. Für ihren neusten Krimi hat sie ausserdem das Thema Internet, verbunden mit dem Besuch eines Chatrooms, verarbeitet.

Verlag gegründet

Es scheint, als ob Silvia Götschi nicht untätig sein kann.Was treibt die Autorin an? «Ich habe unglaublich viele Bilder im Kopf. Wenn ich schreibe, werde ich zur Eigenbrötlerin und entwickle eine enorme Schaffenskraft.» Die 52-Jährige schreibt, wenn sie schreibt, fünf bis sechs Stunden pro Tag.

Sie ist Mitglied des Innerschweizer Schriftstellerinnen- und Schriftstellervereins ISSV und Mitinitiatorin der Rigi Literaturtage. Götschi führt daneben eine Literaturwerkstatt, einen Schreibservice und hat diesen Frühling einen eigenen Verlag gegründet. «Nächstes Jahr erscheint von mir eine Krimiserie. Dann wird es richtig gruselig.»

Veranstaltungen

Die Autorin Silvia Götschi ist am 12., 13. und 14. November an der Buchmesse Basel (Infos unter www.buchbasel.ch ) Danach folgt der Anlass «Thriller trifft auf Philosophie», wo man Literatur in ihrer sinnlichsten Form erleben kann, umrahmt von einer musikalischen und künstlerischen Performance, am Samstag, 4. Dezember, um 19.30 Uhr im Hotel Schweizerhof in Luzern. Anschliessend Apéro und Buchsignierung.

Ticket-Vorverkauf

info@literaturwerkstatt.ch .

Bezugsquellen

Das Buch «Mord im Parkhotel» ist in allen Buchhandlungen erhältlich, ISBN: 978-3- 9523694-2-5.

Weitere Infos

- Profil auf schwyzkultur.ch

- www.silvia-goetschi.ch



Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Literatur

Publiziert am

05.11.2010

Webcode

schwyzkultur.ch/ttihyY