Rigispatzen eröffneten unter der Leitung von Very Rickenbacher das Blaskapellen-Treffen: Ein schöner Anlass mit rassigen und gefühlvollen Interpretationen. Bilder Konrad Schuler
Rigispatzen eröffneten unter der Leitung von Very Rickenbacher das Blaskapellen-Treffen: Ein schöner Anlass mit rassigen und gefühlvollen Interpretationen. Bilder Konrad Schuler
Erfreute die Gäste am späteren Samstagabend: Die Blaskapelle Lochbrünneler aus dem 220-Seelen-Dorf Farnern im Kanton Bern.
Erfreute die Gäste am späteren Samstagabend: Die Blaskapelle Lochbrünneler aus dem 220-Seelen-Dorf Farnern im Kanton Bern.
Viele Showelemente und Gags eingestreut: Die Gasterländer Blasmusikanten unter der Leitung von Rolf Gmür sorgten für einen tollen Abschluss.
Viele Showelemente und Gags eingestreut: Die Gasterländer Blasmusikanten unter der Leitung von Rolf Gmür sorgten für einen tollen Abschluss.

Musik

700 Gäste lauschten neun Kapellen

Die Rigispatzen organisierten am Samstag und Sonntag im Monséjour in Küssnacht das 8. Innerschweizer BlaskapellenTreffen. Neun ausgewiesene Blasmusiken zogen die insgesamt 700 fachkundigen Zuhörerinnen und Zuhörer an den zwei Tagen in ihren Bann und sorgten für eine fröhliche Feststimmung.

Den Auftakt machten am Samstagnachmittag bei schon gut frequentierten Zuhörerplätzen die einheimischen Rigispatzen unter der kundigen und versierten Leitung ihres Dirigenten und zugleich OK-PräsidentenVery Rickenbacher. Mit dem Stück «Die Spatzen sind da» begrüssten die 20 gut gelaunten Musikerinnen und Musiker das Publikum. «Schön,dass nicht nur die Spatzen da sind, sondern auch Sie, geschätztes Publikum», meinte Very Rickenbacher dazu, der die Gäste willkommen hiess und danach auch gleich durchs Programm der Rigispatzen führte. Locker, gekonnt, moderat und sympathisch dirigierte er nicht nur seine Rigispatzen,sondern erläuterte auch die eine oder andere Episode aus der 50-jährigen Rigispatzen Geschichte. Beim gelungenen Auftritt wurden einige Stücke der bisher rund 40 Kompositionen des jubilierenden Dirigenten gespielt, so zum Beispiel neben dem Eröffnungsstück dieVorträge «Das Bänklein am See», «Ein Engel auf Erden» oder «Regenbogengold» aus der aktuellen, bisher fünften CD.

10-Jahr-Jubiläum

Very Rickenbacher selbst kann in diesen Tagen sein 10-Jahr-Jubiläum als Dirigent feiern, begann er doch am 8. September 2003 mit dieser für ihn wunderbaren Aufgabe. «Böhmische Musik ist für mich ein Lebenselixier», kommt er beinahe ins Schwärmen, wenn man ihn darauf anspricht. Auffallend schön zum Tragen kamen die einzelnen Register bei der «böhmischen Liebelei». Überzeugend gespielt wurde das rassige Stück «Härzfäger» von Ivo Huonder.

Paul Matter geehrt

Im Verlaufe des Konzerts wurde Posaunist Paul Matter würdig geehrt und verabschiedet. Seit 1971 spielte er bei den Rigispatzen mit und war unter anderem auch 30 Jahre lang Aktuar. Auf den aufliegendenTisch-Arrangements war überall ein Fähnchen mit einem Foto von Paul Matter zu finden. «In den über 40 Jahren seines Mitwirkens hat Paul Matter ganze 34 Anlässe verpasst, was einfach grossartig ist», führte Very Rickenbacher zu dessen Vorbildwirkung aus. «Natürlich darf er für dieses grosse Wirken die Posaune behalten, keine Frage», fügte er hinzu. Am Samstagabend traten weiter die Freudenberger Blaskapelle aus Merenschwand AG, die Blaskapelle Rümligbuebe aus Schachen LU, die Blaskapelle Lochbrünneler aus Farnern BE und die Gasterländer Blasmusikanten aus Kaltbrunn SG auf. Letztere sorgten am Schluss desAbends mit vielen Showelementen und Gags für tolle Stimmung. Am Sonntag wurde wiederum Blasmusik vom Feinsten geboten. Die Rüter Dorfspatzen aus Oberrüti AG, die Emmer Blaskapelle aus Emmen LU, die junge Blaskapelle Kronjanka aus Rubigen BE und die Blaskapelle Pent aus dem deutschen Sigmaringen (Kreis Tübingen, Land Baden-Württemberg) sorgten für tolle Blasmusik und entfachten eine ausgezeichnete Stimmung.

Positives Fazit

Dass an beidenTagen weit mehr als eine halbe Stunde länger musiziert wurde als geplant, zeigt in aller Deutlichkeit auf, welch herzliche Atmosphäre im Monséjour herrschte. Das Fazit von Very Rickenbacher konnte nur positiv ausfallen: «Unser eigener Auftritt hat Spass gemacht. Es war erfreulich, wie viele Zuhörerinnen und Zuhörer schon am Samstagnachmittag da waren. Die Leute machten an beiden Tagen mit und sorgten zusammen mit den Blaskapellen für eine fröhliche Stimmung.»

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

17.09.2013

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schwyzkultur.ch/L6XjE7