Csaba Király und Olga Valmond nach dem «beflügelten» Konzert. Bild pd
Csaba Király und Olga Valmond nach dem «beflügelten» Konzert. Bild pd

Musik

Auf emotionsreichen Auftakt folgen 13 Konzerte

Die elegante russische Sopranistin Olga Valmond und der ungarische Klaviervirtuose Csaba Király eröffneten mit einem würdigen Auftakt die neue Konzertsaison des Vereins Beflügelt.

Stolz kündigte die Vereinspräsidentin Nadia Tattersall die neue Konzertreihe an – zusammen mit ihrem Team hat sie erneut 14 Konzerte für das Jahr 2017 bereitgestellt. Olga Valmond eröffnete das Konzert mit einer eindrücklichen Interpretation von den «Zigeunermelodien» von Antonín Dvořák. Die Stimme der Sängerin entfaltete sich durch den Liederzyklus von den dunklen, melancholischen Klangfarbendes Zigeunerlebens bis zur hohen Emotionalität mit lieblichen und fröhlichen Tönen.

Béla Bartók kam zur Rettung

Unglücklicherweise hatte sich CsabaKirály bei einem Konzert in Budapest zwei Tage zuvor eine Verletzung an der linken Hand geholt und musste deswegen seinen Soloteil des Programms anpassen, um seine verletzte Hand etwas zu schonen. So kam es, dass anstatt des geplanten Études d’exécution transcendante in f-Moll No. 10 von Franz Liszt Pianist Csaba Király eine romantische Komposition des jungen Béla Bartók spielte. Danach kamen die virtuosen Kompositionen wie Ricordanza No. 9 und zwei «Vergessene Walzer» von Franz Liszt. Csaba schöpfte die ganze Palette seiner Musikalität aus und erzeugte mit seiner imposanten Ausdrucksfähigkeit eine grosse Spannung beim Publikum. Die verschiedenen Rhythmuswechsel und seine ausgeprägte Dynamik entführten die Zuhörer in eine andere Welt.

Liszts Lieder zum Ausklang

Liszt komponierte ungefähr 70 Lieder für Sopran und Klavier, in denen die Verschmelzung von Poesie und Musik richtig spürbar ist. Fünf davon wählten die Musiker für den dritten Teil des Konzerts aus, darunter «Oh Lieb!», «Du bist wie eine Blume» und «Im Rhein, im schönen Strome». Die Sopranistin Olga Valmond brachte die technische Virtuosität dieser Kompositionen dank ihrer grossen sängerischen Erfahrung so gefühlsstark zum Ausdruck, dass sie bei den einen Zuhörern für Gänsehaut sorgte, die anderen wiederum zu Tränen rührte. Die ausdrucksstarke Performance der Vokalistin sowie die delikate Begleitung am Klavier von Csaba Király waren ein klarer Beweis dafür, dass sich hier zwei Musiker wirklich gefunden haben. Dieser geglückte Erstauftritt lässt das Publikum hoffen, die beiden in Zukunft erneut auf der Beflügelt-Bühne anzutreffen. Mit einem Blumenregen und tosendem Applaus wurden die Musiker von der Bühne verabschiedet.

Bote der Urschweiz (pd)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

04.02.2017

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schwyzkultur.ch/GZUvF3